Die Gemeinde Kernen lässt drei Ahornbäume am sogenannten Wohlgemuth-Kreisel fällen. Das sind die Gründe.
Zu Beginn des Jahres werden in der Endersbacher Straße am sogenannten Wohlgemuth-Kreisel drei Ahornbäume gefällt. Die Maßnahme sei sorgfältig vorbereitet worden und diene dem langfristigen Erhalt der Baumallee insgesamt, teilt das Presseamt der Gemeinde Kernen mit.
Die Baumreihe entlang der Endersbacher Straße im Ortsteil Stetten bestehe aus einer abwechselnden Pflanzung von Linden und Ahornen. Diese Kombination sei vor vielen Jahren gewählt worden, allerdings mit zu geringem Pflanzabstand. „In der Praxis hat sich gezeigt, dass beide Baumarten sehr unterschiedliche Entwicklungsbedingungen benötigen“, teilt das Presseamt der Gemeinde mit.
Die Ahornbäume seien in der engen Pflanzung deutlich im Nachteil
Linden bildeten mit zunehmendem Alter große, ausladende Kronen. Dafür bräuchten sie ausreichend Raum und Licht. Ahorne seien in dieser engen Pflanzung deutlich im Nachteil. „Sie werden von den Linden stark beschattet, können ihre Krone kaum entwickeln und bleiben dadurch insgesamt weniger vital“, heißt es in der Mitteilung der Gemeinde. Dieses Bild zeige sich vor Ort. Die Linden hätten sich gut entwickelt, während die betroffenen Ahornbäume sichtbar unter Platz- und Lichtmangel leiden würden.
Aus fachlicher Sicht führe diese Konkurrenz langfristig zu geschwächten Bäumen, die anfälliger für Krankheiten und Schäden werden. Ein einfaches Weiterwachsenlassen würde das Problem nicht lösen, sondern verschärfen.
„Das Amt für Planung, Bau und Technik der Gemeinde Kernen im Remstal hat sich daher nach Abwägung aller Aspekte entschieden, gezielt drei Ahornbäume zu entnehmen. Dadurch erhalten die verbleibenden Linden mehr Raum, Licht und Entwicklungsmöglichkeiten“, so der Pressesprecher der Gemeinde. Ziel sei es, die Allee als Ganzes dauerhaft zu stabilisieren und die prägenden, gesunden Bäume langfristig zu erhalten.
Baumfällungen würden oft Sorgen und Unverständnis auslösen. Deshalb sei es der Gemeinde wichtig, zu betonen, dass die Fällung nicht leichtfertig erfolge, sondern aus Verantwortung für den Baumbestand. Sie diene nicht der Reduzierung von Grün, sondern der Sicherung der bestehenden Allee.