In die Debatte um eine mögliche Verschiebung der Sommerferien hat sich jetzt auch Cem Özdemir eingeschaltet. Er erteilt der Idee eine klare Absage.
Ein Vorstoß der Kultusministerin von Nordrhein-Westfalen, Dorothee Feller (CDU), hat die Frage nach der Gerechtigkeit des gestaffelten Sommerferienbeginns aufgeworfen, nach dem Baden-Württemberg und Bayern am spätesten dran sind. Feller würde gerne mehr Rotation sehen – sodass auch in NRW die Ferien mal weniger in die Hauptsaison fallen, was Familien aus ihrer Sicht finanziell entlasten würde.
Sommerferienkalender „seit Jahren bewährt“
Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen bei der Landtagswahl 2026, kann überhaupt nicht verstehen, warum Baden-Württemberg Begehrlichkeiten anderer Länder hier nachkommen sollte. „Der Sommerferienkalender hat sich seit Jahren bewährt. Die baden-württembergischen Sommerferien passen gut so, wie sie sind“, schrieb er auf der Plattform X. Die Debatte jeden Sommer neu zu starten sei überflüssig und löse kein Problem, „weil es keins gibt.“
Zuvor hatte auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (ebenfalls Grüne) den Gedankenspielen eine Absage erteilt. Auch aus seiner Sicht sollte sich am Ferienbeginn in Baden-Württemberg so schnell nichts ändern. Das Kultusministerium in Baden-Württemberg sieht hierzu ebenfalls keine Notwendigkeit – zumal Schüler in Baden-Württemberg nicht nur Vorteile durch den späten Ferienbeginn hätten: Schließlich müssten sie im Juli anders als anderswo oft sehr spät und bei großer Hitze noch Klassenarbeiten schreiben.
Eine denkbare Verschiebung der Sommerferien ist vor 2030 ohnehin nicht ohne Weiteres möglich; bis dahin stehen die Ferientermine bereits fest.