Bereits seit sechs Jahren organisiert Joachim Kritz das Weihnachtsdorf rund um den Postmichelbrunnen. Foto: Roberto Bulgrin - Roberto Bulgrin

Joachim Kritz organisiert Hütten am Postmichelbrunnen. Churros und Stollen ersetzen Tombola.

EsslingenDer Duft von Glühwein, süßen Plätzchen und Tannenzweigen versprüht im Advent festliche Stimmung. Der Besucher des Esslinger Weihnachtsmarktes bekommt das gesamte Paket. Für Joachim Kritz gehört das jedes Jahr zum Alltag, denn er organisiert das Weihnachtsdorf rund um den Postmichelbrunnen. Zu den Hütten die Joachim Kritz für das Weihnachtsdorf aufbaut, gehört auch der EZ-Glühweinstand. Zugunsten der Weihnachtsspendenaktion der Eßlinger Zeitung schenken prominenten Persönlichkeiten der Stadt täglich ab 11 Uhr Glühwein aus. Der Erlös fließt in die Spendenaktion, mit der Menschen in Not unterstützt werden.

Der Marktbeschicker aus Stuttgart plant das Weihnachtsdorf bereits seit sechs Jahren. Im Sommer beginnt er mit den ersten Überlegungen. Umgesetzt wird die Planung dann im Herbst. „Am 18. November starten wir dann mit dem Aufbau der Stände“, erklärt Joachim Kritz. „Die Weihnachtsbuden sind dann relativ schnell aufgebaut und nach zwei Tagen stehen alle Häuschen.“ Danach beginne dann aber der aufwendigere Teil. „Dann geht es erst richtig los und wir müssen die gesamte Infrastruktur installieren.“ Dazu gehöre unter anderem der Wasser- und Stromanschluss für insgesamt acht Weihnachtshütten. „Wir verlassen uns aufeinander und sind schon ein eingespieltes Team“, erzählt Joachim Kritz. Damit meint er die Zusammenarbeit mit den Hüttenbetreibern.

Die meisten Betreiber der Hütten seien dieselben wie im vergangenen Jahr – doch es gibt auch Veränderungen. Zwei der acht Stände am Fischbrunnenplatz fallen in diesem Jahr weg: Die Tombola und der Honigstand. Diese Hütten werden durch andere Angebote ersetzt: Neu ist in diesem Jahr das Weihnachtshäuschen, in dem süße Churros verkauft werden. Das zuckrige Gebäck, eine Art länglich geformter Krapfen, wird frittiert und mit einer Zuckerschicht überzogen. Ursprünglich stammt das Gebäck aus Spanien. „Der Standbesitzer der auch die Schokofrüchte verkauft, bietet in diesem Jahr die Churros an“, sagt der Marktbeschicker. Am zweiten neuen Stand am Postmichelbrunnen kommt der Besucher in den Genuss von einem traditionellen vorweihnachtlichem, süßen Gebäck. „An diesem Stand werden verschiedene Plätzchen angeboten und klassischer Dresdner Feststollen“, erzählt der Marktbeschicker. Das seien original Weihnachtsstollen aus Dresden. „Ansonsten ist alles beim alten geblieben“, sagt Kritz.

Der Besucher wird in den kommenden Wochen durch weihnachtliche Klänge eingestimmt. Im Weihnachtsdorf am Fischbrunnenplatz erklingen Weihnachtslieder, die aber durch Tiergeräusche wohl häufig unterbrochen werden. Denn: auch die lebende Krippe finden Besucher in der Vorweihnachtszeit wieder auf dem Markt. Schafe, Ziegen und Esel stehen in einem Gehege mit Stall. „Wegen der lebendigen Krippe, also wegen der Tiere hatten wir aber keine Probleme mit dem Tierschutz“, erzählt der Marktbeschicker. Die Besitzerin sei vom Schafzüchterverein und sehr zuverlässig. Neben den Vierbeinern stehen auch weihnachtliche Figuren in der Krippe. Die Skulpturen sind selbstgeschnitzt und nicht gerade klein, sondern haben eine beachtliche Größe. „Die Figuren sind knapp ein Meter und 20 Zentimeter hoch“, erklärt Joachim Kritz.

Eine Änderung hat Joachim Kritz noch für die Besucher: „In den vergangenen Jahren hatte das Weihnachtsdorf am Donnerstagabend immer bis 21.30 Uhr geöffnet – das ist in diesem Jahr nicht mehr so.“

Die Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag von 11 Uhr bis 20.30 Uhr, Freitag und Samstag von 11 Uhr bis 21.30 Uhr.

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