Ein Esslinger Kleinod: Die Frauenkirche prägt das Stadtbild. Foto: Roberto Bulgrin

Die Kirchen haben immer weniger Mitglieder. Doch die Kosten für den Unterhalt der Gotteshäuser bleiben. In Esslingen wird über alternative Nutzungen diskutiert.

Sie wollen die Kirche im Dorf und in der Stadt lassen – und sie mit neuem Leben füllen. Um mögliche Nutzungskonzepte für Gotteshäuser geht es bei einer Veranstaltung, die sich vorzumerken lohnt: Am Sonntag, 21. September, spricht der Esslinger Kunsthistoriker, Architekturkritiker und Journalist Dietrich Heißenbüttel im Neuen Blarer.

Sie sind wichtig, aber schwer finanzierbar. Kirchen prägen das Stadtbild, sind historische Landmarker, bieten Raum für Gemeinschaft, erzählen architektonisch Geschichte. Doch Austritte, sinkende Steuereinnahmen sowie wirtschaftliche Entwicklungen wie Inflation und steigende Energiekosten erschweren Erhalt und Unterhalt. Gerade in Esslingen gibt es dem evangelischen Kirchenbezirk zufolge mit der Stadt-, der Frauen-, der Franziskaner- und der Südkirche denkmalgeschützte Gebäude bei einer kleiner werden Kirchengemeinde.

Gesucht werden alternative Lösungen in der Finanzierung von Kirchen in Esslingen

Denkmalgeschützt: die Stadtkirche St. Dionys am Marktplatz in Esslingen. Foto: Roberto Bulgrin

Alternative Lösungen in der Finanzierung sind das Thema von Dietrich Heißenbüttel. „Kirchen könnten Kulturorte sein oder ein Café beherbergen“, nennt die Esslinger Citypfarrerin Cornelia Krause zwei Beispiele. Ideen, die am Sonntag, 21. September, um 19 Uhr im Neuen Blarer in der Esslinger Franziskanergasse aufgegriffen werden sollen. Veranstalter sind das Evangelische Bildungswerk im Kreis und die evangelische Gesamtkirchengemeinde. Der Eintritt ist frei.