Zwei Giftanschläge in Vaihingen (Kreis Ludwigsburg) haben einen Notfallsanitäter nachhaltig geschädigt. „Er ist einfach verändert“, sagt seine Lebensgefährtin vor Gericht.
Am dritten Verhandlungstag des nach dem Tod eines Schöffen neu aufgerollten Prozesses gegen eine 25 Jahre alte ehemalige Auszubildende zur Notfallsanitäterin in der DRK-Wache in Vaihingen/Enz hat sich auch das dritte und letzte Opfer auf einen Täter-Opfer-Ausgleich eingelassen. Der 54-jährige Notfallsanitäter akzeptierte eine Schmerzensgeldzahlung in Höhe von 9000 Euro in Kombination mit einer Übernahme seiner Anwaltskosten und einem handgeschriebenen Entschuldigungsbrief der Angeklagten. Dieser wird vorgeworfen, ihm und zwei weiteren Kollegen heimlich das Medikament Atropin in die Getränke geträufelt zu haben, was bei ihnen zu teils erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen geführt hat.
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