Barfuß zu laufen stärkt die Fußmuskulatur. Foto: Pixabay

Für viele Frauen gehören High Heels zu einem eleganten Outfit einfach dazu. Sie sehen gut aus - doch bergen ein gesundheitliches Risiko.

Für viele Frauen gehören High Heels zu einem eleganten Outfit einfach dazu. Schon kleine Mädchen werden teilweise dazu animiert, hohe Schuhe zu tragen. Im Handel beginnen diese bei einer Schuhgröße von 29/30 – einer Größe, die im Alter von vier oder fünf Jahren getragen wird. Hochhackige Schuhe mögen gut aussehen und besonders fesch wirken – doch damit setzen sich Mädchen und Frauen einem nicht unbeträchtlichen gesundheitlichen Risiko aus.

Was High Heels mit dem Körper machen

Viele Frauen greifen im Arbeitsalltag oder zum Ausgehen zu hohen Schuhen. Dabei nehmen sie es oft in Kauf, dass die Füße beim Gehen oder Tanzen schmerzen oder Schwellungen bekommen. Man könnte sich fragen, ob ein Outfit dies wirklich wert ist. High Heels strecken die gesamte Körperhaltung, verlängern optisch die Beine und helfen somit, attraktiver zu wirken. Auf Dauer führen sie jedoch zu einer unnatürlichen Körperhaltung, was drastische gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann. Denn normalerweise verteilt sich das Körpergewicht auf den ganzen Fuß. Wenn eine Frau hohe Schuhe trägt, werden jedoch vor allem ihre beiden großen Zehen belastet. Die kleinen Zehen hingegen werden dabei ständig gestaucht. Muskeln, Sehnen, Kniegelenke und Wirbelsäule werden unnatürlich beansprucht. Langfristig kann es sogar zu einer Verformung der Wirbelsäule oder zu einem Hohlkreuz kommen. Weitere mögliche Schäden sind Arthrose, Krampfadern oder Verformungen der Füße. Es lohnt sich somit, die Heels öfter im Schrank zu lassen – zumal auch viele flache Schuhe gut aussehen.

Den richtigen Schuh finden

„Wer schön sein will, muss leiden.“ Dieses Sprichwort trifft glücklicherweise schon lange nicht mehr zu. Heutzutage muss sich keine Frau mehr quälen, um in ihren Schuhen attraktiv auszusehen. Auch Modelle für besondere Ansprüche, zum Beispiel bei Hallux valgus oder anderen gesundheitlichen Einschränkungen, können modern und ästhetisch sein. Solche Schuhe sind meist extraweit und somit für spezielle Einlagen geeignet. Dehnbare Zonen im Vorfußbereich sorgen dafür, dass der Schuh nirgendwo drückt und zu jeder Zeit ausreichend Bewegungsfreiheit gegeben ist. Derart bequeme Schuhe gibt es für jedes Alter, jede Jahreszeit und jeden Anlass. Beim Shoppen sollte man darauf achten, Schuhe am besten abends oder nachmittags zu kaufen. Im Laufe des Tages schwellen die Füße nämlich durch die Belastung leicht an, sodass sie am Abend bis zu einer Schuhgröße größer sind als am Morgen.

Weitere Maßnahmen für gesunde Füße

Damit man sich nach einem langen Tag immer noch wohl auf den Füßen fühlt, sollte man nicht nur auf bequemes Schuhwerk achten. Bereits mit kleinen Veränderungen im Alltagsverhalten kann jeder etwas für seine Fußgesundheit – und damit auch sein ganzheitliches Wohlbefinden – tun. Zum Beispiel tut es gut, häufiger barfuß zu gehen. Dies hilft, langfristig die Fußmuskulatur aufzubauen und zu stärken. Am besten geht man dabei öfter auf verschiedenen Untergründen, zum Beispiel Sand, Kies oder Moos. Schuhe wiederum sollte man öfter wechseln – sowohl aus hygienischen Gründen als auch, um die Füße unterschiedlich zu belasten. Fußgymnastik und spezielle Kräftigungsübungen halten die Füße langfristig gesund. Kraftvolle Füße wirken sich auf den ganzen Körper aus und können unter anderem Haltungsschäden vorbeugen. Die Fußgesundheit hat somit großen Anteil daran, wie man durchs Leben geht – im wahrsten Sinne des Wortes.

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