Manja Reinholdt vertritt als GEB-Vorsitzende die Interessen von Eltern und Schülern an mehr als 150 Stuttgarter Schulen. Foto: Manja Reinholdt/privat

Manja Reinholdt wurde einstimmig zur Vorsitzenden des Gesamtelternbeirats gewählt. Das Gremium vertritt die Interessen von Eltern und Schülern an mehr als 150 Stuttgarter Schulen.

Stuttgart - Vielen Eltern ist Manja Reinholdt schon länger bekannt. Die 47-jährige Mutter zweier Kinder leitet den Gesamtelternbeirat (GEB) der Stuttgarter Schulen seit Mai 2020 kommissarisch. Im Dezember wurde sie vom GEB einstimmig zur Vorsitzenden gewählt. Als Stellvertreter wurde Peter Greim gewählt, ebenfalls einstimmig. Das Gremium vertritt die Interessen von Eltern und Schülern an mehr als 150 Stuttgarter Schulen.

Manja Reinholdt ist hauptberuflich Intensivkrankenschwester und ehrenamtlich seit 15 Jahren in der Elternarbeit tätig. Sie ist stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende an der Linden-Realschule in Untertürkheim, wo ihr Sohn die fünfte Klasse besucht. Ihre 19-jährige Tochter hat schon ihr Abi in der Tasche und ist beim Bundesfreiwilligendienst in der Betreuung an einer Grundschule tätig. Reinholdt hat bereits in ihrer Zeit als kommissarische GEB-Vorsitzende mit pointierten Stellungnahmen die Position der Elternschaft zu bildungspolitischen Entwicklungen und Entscheidungen öffentlich vertreten – nicht zuletzt auch bezogen auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Schulbetrieb und aufs Lernen der Kinder. „Die momentane Lage zeigt sehr deutlich, wo die Defizite im Bildungssystem sind“, sagt sie. Um dies zu korrigieren, brauche es „neue Konzepte, es muss ordentlich investiert und die Voraussetzungen dafür geschaffen werden und wir dürfen keine Schüler verlieren“. Bereits im November hatte sie die Forderung der Grundschullehrer und Sozialpädagogen nach FFP2-Masken unterstützt. Reinholdt wünscht sich auch seitens der Entscheidungsträger in der Kommune „Mut zum schnellen Handeln“ und eine offene und konstruktive Fehlerkultur.

Elternvertreter Greim fordert eine zeitgemäßere Ausstattung der Schulen

Ihr Stellvertreter Peter Greim ist 53, Vater zweier Kinder und arbeitet als Polizeihauptkommissar in der IT-Beschaffung. Seit 2018 ist er im GEB sowie Elternbeiratsvorsitzender am Wirtschaftsgymnasium West, wo sein Sohn kurz vor dem Abitur steht. Seine Tochter (19) schließt ihre Ausbildung im Juli ab. Greim will sich für die Verbesserung der Schulsituation und ein Ende des Lehrermangels einsetzen. Er fordert eine zeitgemäßere bauliche und technische Ausstattung der Schulen auch für die Digitalisierung sowie mehr Bildungsgerechtigkeit bei der Ausstattung für Homeschooling. „Aktuell wünsche ich mir ein klares Unterrichtskonzept bis zum Ende des Schuljahres“, sagt er. „Corona begleitet uns seit März, es gibt aber noch immer keinen Plan B – es wird weiter auf Kurzsicht gefahren“, kritisiert er.

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