Das Feuer zerstörte die Postfiliale. Foto: KS-Images.de / Andreas Rometsch

Nach dem Feuer in dem Gebäude der Postfiliale hat die Polizei eitere Details bekannt gegeben. Mehrere Schaulustige müssen nun mit Bußgeldern rechnen. Gegen eine Person wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Bei einem Brand im Gebäude der Gerlinger Postagentur war am Sonntagabend ein Sachschaden in Höhe von mindestens einer halben Million Euro entstanden. Jetzt hat die Polizei sich zur Ursache des Brandes geäußert. Demnach schließt sie Brandstiftung aus. „Ermittlungen ergaben, dass das Feuer mutmaßlich aufgrund eines technischen Defekts in einem Ladengeschäft in dem betroffenen Gebäudekomplex ausbrach“, teilen die Beamten des Polizeipräsidiums Ludwigsburg mit. Näheres müssten nun weitere Untersuchungen ergeben.

Schaulustige Person beleidigt Einsatzkräfte

Nachdem bereits am Montag zwei der drei Gebäudeteile wieder freigegeben wurden, wurde am Dienstag der letzte Gebäudeteil – bis auf die kombinierten Räume von Post und Reinigung – wieder freigegeben.

Während der Löscharbeiten am Sonntagabend war es laut der Polizei mehrfach zu Störungen von Rettungskräften gekommen. Rund 30 Personen hätten die eingerichteten Straßensperrungen missachtet. Gegen drei Personen wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, nachdem diese mehrfach den Anweisungen der Einsatzkräfte nicht gefolgt waren. Eine schaulustige Person habe zudem mehrere Einsatzkräfte beleidigt, weshalb ein Strafverfahren eingeleitet worden sei.

Mehrere Personen im Hotel untergebracht

Eine hohe, weithin sichtbare Rauchsäule war am Sonntagabend über der Stadt zu sehen gewesen, nachdem kurz nach 21 Uhr das Feuer in dem Gebäude in der Schulstraße ausgebrochen war, in dem sich neben den kombinierten Räumen von Post und Reinigung außer Wohnungen auch eine Zahnarzt- und eine Massagepraxis befinden.

Rund 15 Personen befanden sich in dem Haus, zwei wurden mit Hilfe der Einsatzkräfte nach draußen gebracht, alle anderen hatten selbstständig das Haus verlassen können – verletzt wurde niemand. Die meisten Bewohner waren privat untergekommen, vier Personen wurden von der Stadt in einem Hotel untergebracht.