Die US-Truppen sollen sich von Deutschland abwenden. Das will Donald Trump. Foto: dpa/Nicolas Armer

Betroffene Bundesländer bemühen sich um den Verbleib von US-Truppen. Dem Präsidenten Donald Trump wird’s egal sein, meint Jan Dörner.

Berlin - Die USA und Deutschland sind merklich auseinandergedriftet. Das Abwenden der USA vom alten Kontinent begann schon unter Präsident Barack Obama. Unter dem Nachfolger Donald Trump hat sich dieser Trend jedoch drastisch verschärft. Das Hauptziel der Attacken des US-Präsidenten ist Deutschland. Die Entscheidung für einen Teilabzug der US-Truppen hat Trump ausdrücklich nicht mit strategischen Erwägungen begründet. Er sieht darin eine Strafe für die aus seiner Sicht zu niedrigen deutschen Verteidigungsausgaben. Die Bande über den Atlantik werden immer dünner, je weiter sich die USA und Deutschland politisch voneinander entfernen.

Das USA-Bild der Deutschen hat sich eingetrübt

Erinnerung an die transatlantische Freundschaft

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer mit US-Truppenpräsenz warnen vor dieser Entwicklung. Sie betonen die Bedeutung der US-Truppen in Deutschland für die Handlungsfähigkeit des gemeinsamen Verteidigungsbündnisses, der Nato. Sie rufen die gemeinsame Verpflichtung ins Gedächtnis, den Frieden in Europa und der Welt zu sichern. Sie appellieren an die transatlantische Partnerschaft und bekräftigen die deutsch-amerikanische Freundschaft. Fraglich ist nur, ob sie beim US-Präsident damit Gehör finden. Denn Trump will einen Deal, Geschichte interessiert ihn nicht.