Auch dem Kupferbau geht es an die Eingeweide: In den kommenden Jahren wandern fast 50 Millionen ins Plochinger Gymnasium. Die Frage ist: Wer zahlt alles mit? Foto: Roberto Bulgrin

Der Plochinger Gemeinderat hat jetzt alle Weichen gestellt, um die Nachbarkommunen für die Generalsanierung seines Gymnasiums mit ins Boot zu holen. Notfalls ist er mehrheitlich sogar bereit, dafür aus dem beliebten G9-Zug zum Abitur auszusteigen.

Plochingen - Der bei Eltern und Schülern des Plochinger Gymnasiums so beliebte Modellversuch G 8/G 9 wackelt. Er geht in die Verhandlungsmasse über eine Kostenbeteiligung der Nachbarkommunen an der 48,2 Millionen schweren Sanierung des Schulensembles ein. CDU und SPD haben den Antrag der Verwaltung gestützt, über einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Versuch im Rahmen der Verhandlungen mit den Nachbarn zu entscheiden. Mehr noch: „Sofern die Beendigung dieses Schulversuchs für die Nachbarkommunen Bedingung für die Verhandlungen nach Paragraph 31 Schulgesetz ist, wäre der Gemeinderat hierzu bereit“, heißt es in der Beschlussvorlage. Im Klartext: Die Mehrheit des Gemeinderats würde den einzigen neunjährigen Weg zum Abitur an einem allgemeinbildenden Gymnasium im Kreis opfern, um die unwilligen Nachbarkommunen an den Verhandlungstisch zu holen.

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