Feuerwehr und DRK sind an den Planungen für ihr neues Domizil beteiligt. Foto: Pixabay

Der Gemeinderat von Baltmannsweiler hat die Ausschreibung für die Planung der neuen Feuerwehrmagazins mit DRK-Station auf den Weg gebracht. Im Dezember soll klar sein, wer den Zuschlag bekommt.

Baltmannsweiler - Mit einem Kick-off-Meeting würde Peter Röser (Grüne) gerne das Planungsbüro einschwören, das ab dem 15. Dezember für die Planung des neuen Feuermagazins mit DRK-Station zuständig ist. Zu diesem Treffen, das Röser gerne Ende Dezember ansetzen würde, sollen neben Mitgliedern des Gemeinderats und des Planungsbüros auch Vertreter der Bauausschüsse von DRK und Feuerwehr vertreten sein. „Dann könnten wir das Büro direkt briefen“, sagte er. „Das wird ein Signal an alle Beteiligten, dass es sofort rund geht.“ Der Vorschlag, den Peter Röser in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats von Baltmannsweiler vorbrachte, kam auch bei seinem Ratskollegen Carlo Schlienz (CDU) an. Ohne so ein Treffen könnten die Planer nicht richtig loslegen, fand er. Man müsse allerdings bedenken, dass es sicher nicht einfach sei, einen Termin zwischen den Jahren zu finden.

Wie berichtet, soll ein gemeinsamer Neubau der Feuerwehren Baltmannsweiler und Hohengehren sowie des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zwischen der Schorndorfer Straße, der Silcherstraße und der Eichendorffstraße entstehen. Dort sollen die bislang eigenständigen Feuerwehren von Baltmannsweiler und Hohengehren zu einer Einheit zusammenwachsen. Aktuell liegen die Vergabeunterlagen im Rathaus und auf der E-Vergabe-Plattform „Vergabe 24“ aus. Bevor ein Planungsbüro ausgewählt wird, soll Mitte November das Wertungsgremium noch einmal tagen.

Keller ist Thema

Der Gemeinderat sprach sich einstimmig dafür aus, in fünf Losen die Planungsleistungen Gebäude und Innenräume, Tragwerksplanung, Verkehrsanlagen und technische Ausrüstung – Heizung und Sanitär sowie in einem eigenen Los Elektrotechnik – auszuschreiben. Die potenziellen Büros müssen insbesondere beachten, dass der Hauptzugang des DRK zu überprüfen ist. Die Rampe dürfe dort unter anderem nicht zu steil sein. Zudem soll überprüft werden, ob noch Flächen für einen Feuerwehr-Gemeinschaftsraum geschaffen werden können. Dieser sei wichtig, um die zwei Wehren auf Dauer zusammenzuschweißen. Ob es in dem Neubau einen Aufzug geben wird, das ist derzeit noch offen.

Bereits in der Gemeinderatssitzung im Juni war die Unterkellerung des Gebäudes ein heiß diskutiertes Thema. Der Vorentwurfsplan hatte bislang nur eine Teilunterkellerung vorgesehen. Die schließt aber den Bereich unter der Fahrzeughalle aus. Man müsse die Aufgaben im Kopf behalten, die eventuell noch in Zukunft auf Feuerwehr und DRK zukämen, hatte Feuerwehr-Kommandant Andreas Hirschmann bei dieser Sitzung gesagt. Es sei auch denkbar, dass der Bauhof der Gemeinde den Keller mitbenutzt.

Mehr Sammelstellen?

Dieser Punkt ist nun mit in den Ausschreibungstext aufgenommen worden. „Möglicherweise wird sich die Gemeinde in der weiteren Planung für eine Vollunterkellerung entscheiden, um zusätzliche Lagermöglichkeiten zur Verfügung stellen zu können“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Als Rahmen für das Gesamtprojekt hat die Verwaltung eine Kostenobergrenze von rund 5,77 Millionen Euro brutto gesetzt. Mit dem Hinweis, dass Planungsänderungen zu einer Erhöhung des Kostenrahmens führen könnten.

Im Zusammenhang mit dem Neubau behandelte der Gemeinderat auch eine teilweise Aufhebung des Bebauungsplans „Neuer Recyclinghof – Entlastungsstraße Hohengehren – 1. Änderung“. Bei der Auslegung des Vorentwurfes hatte es Bedenken gegeben, unter anderem hinsichtlich Kompensationsflächen. Das Kompensationsdefizit könne man ausgleichen, indem man Punkte aus dem Ökokonto der Kommune entnehme. Für Röser war zudem der Grünschnitt ein Thema, für den wohl auf dem Recyclinghof nicht viel Platz bliebe. Ob es möglich sei, einen zweiten Sammelplatz zu schaffen, fragte er. Bürgermeister Simon Schmid sagte, dass auch ein Platz in Hohengehren angedacht sei. Der Gemeinderat billigte den Planentwurf mit kleinen Änderungen und beschloss die weitere öffentliche Auslegung.

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