Foto: Bulgrin - Bulgrin

Der Gemeinderat hat den Weg für mehr als 60 Wohnungen auf dem ehemaligen Fezer-Areal in Zell frei gemacht.

Esslingen Wo bis vor Kurzem noch die Maschinenfabrik Fezer stand, sollen künftig mehr als 60 neue Wohnungen entstehen. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung mit breiter Mehrheit dem neuen Bebauungsplan für das Areal zwischen Hauptstraße und Wilhelmstraße im Stadtteil Zell zugestimmt – und damit die Voraussetzungen für das Bauvorhaben geschaffen. Aller Voraussicht nach soll bereits im kommenden Jahr Baustart sein.

Die Albert Fezer Maschinenfabrik, ein Spezialist für Vakuum-Technik, ist bereits an ihren neuen Standort in Altbach umgezogen. Nun steht die BPD Immobilienentwicklung GmbH, die das Areal in Zell von der Firma Fezer gekauft hat, in den Startlöchern. Erste Veränderungen sind bereits zu sehen: Auf dem früheren Fabrikgelände waren schon die Abrissbagger aktiv. Inzwischen steht keines der Gebäude mehr, dafür türmt sich der Schutt auf der 5500 Quadratmeter großen Fläche.

Voraussichtlich Anfang 2020 will die BPD Immobilienentwicklung mit dem Bau auf dem Gelände zwischen Haupt- und Wilhelmstraße beginnen. Dort sollen in den nächsten Jahren sieben Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 62 Wohnungen und 70 Tiefgaragen-Stellplätzen entstehen. Man geht von einer Bauzeit von etwa zwei Jahren aus. Auf dem Areal soll das Esslinger Wohnraumversorgungskonzept greifen. Dieses zielt darauf ab, Wohnungen für verschiedene Zielgruppen anzubieten – es soll also auch günstiger Wohnraum für weniger privilegierte Mieter entstehen. Unter anderem will man damit auch eine ausgewogene soziale Mischung in dem Gebiet erreichen.

Konkret soll auf dem ehemaligen Fezer-Areal eine Tiefgarage entstehen, die von der Hauptstraße aus erschlossen wird. Auf dieser sind sieben drei- bis viergeschossige Wohngebäude mit privaten Grünflächen geplant – drei davon entlang der Hauptstraße, drei entlang der Wilhelmstraße und eines im Westen des Grundstücks. Die Häuser sollen zurückgesetzte Dachgeschosse und begrünte Flachdächer bekommen. Das Innere des Quartiers wird als Grünanlage mit Quartiersplatz angelegt. Fußwege und verschiedene Treffpunkte auf dem Gelände sollen die Kommunikation der Bewohner untereinander fördern. Auch ein Spielplatz ist geplant, der über einen zentralen Weg für alle Bewohner gut erreichbar sein soll. Zudem sind Bäume im Quartier und Hecken entlang der Hauptstraße vorgesehen.

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