Noch stehen die Planungen für das gemeinsame Domizil von DRK und Feuerwehr in Baltmannsweiler am Anfang. (Symbolfoto) Foto: Pixabay

An der Schorndorfer Straße in Baltmannsweiler wird ein gemeinsames Domizil für DRK und Feuerwehr gebaut. Eine Ideenwerkstatt soll dabei helfen, alle Anregungen einzubeziehen.

Baltmannsweiler - Mit „einem blauen Auge“ soll auch Baltmannsweiler finanziell aus der Corona-Krise herauskommen. Das hat Kämmerin Silke Steiner in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates verkündet. Es sei nur eine Frage davon, wie tief dieses Blau werde. Es handele sich bei ihrer Einschätzung um eine Momentaufnahme. Belastbarere Aussagen werde es erst nach der Sommerpause geben.

Die Lage könne sich zwar einerseits im Falle einer zweiten Infektionswelle zum Schlechteren wenden, aber derzeit bestehe kein Grund zu großer Sorge. Sie empfehle aktuell nicht, irgendwelche Investitionen zurückzustellen. „Wenn wir eine Haushaltssperre erlassen, senden wir auch ein negatives Signal“, so Steiner. Die Gemeinde könne momentan von ihren liquiden Mitteln in Höhe von 7,66 Millionen Euro zehren.

Vollunterkellerung gefordert

Auf der Tagesordnung stand auch der Neubau eines Gebäudes für die Freiwillige Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) zwischen der Schorndorfer Straße, der Silcherstraße und der Eichendorffstraße. Dort sollen nicht nur die beiden Hilfsorganisationen ein gemeinsames Heim finden, sondern auch die bislang eigenständigen Feuerwehren von Baltmannsweiler und Hohengehren zu einer Einheit zusammenwachsen. Um ihre Wertschätzung dafür auszudrücken, dass ihr Anliegen es auch in Corona-Zeiten auf die Tagesordnung geschafft hat, waren insgesamt 17 Vertreter von DRK und Feuerwehr gekommen.

Seit der Machbarkeitsstudie sind mittlerweile mehr als zwei Jahre vergangen. Nun steht Ende des Monats das Vergabeverfahren für die Architektenleistungen an. Vorher aber wollte ein interfraktioneller Antrag von CDU, Bündnis 90/die Grünen und NFL noch ein paar Punkte erörtert und in die Planungen aufgenommen wissen. Ein zentraler Punkt war die Unterkellerung des Gebäudes. Die schließt nämlich im Vorentwurfsplan bislang den Bereich unter der Fahrzeughalle aus. „Wir brauchen die Vollunterkellerung, auch um zum Beispiel gewisse Geräte vorhalten zu können“, sagte Feuerwehr-Kommandant Andreas Hirschmann. Man müsse die Aufgaben im Kopf behalten , die eventuell noch in Zukunft auf Feuerwehr und DRK zukämen. Es sei auch denkbar, dass der Bauhof der Gemeinde den Keller mitbenutzt. „Ich finde, wir sollten nachhaltig planen“, so Hirschmann.

Workshop mit Beteiligten

Die Mehrkosten für eine mögliche Vollunterkellerung hat die Verwaltung bereits vor der Sitzung schätzen lassen. Sie belaufen sich gemäß einer ersten Kostenschätzung des Büros Kplan auf rund 490 100 Euro. Als Realisierungsoptionen könne dies in das anstehende Vergabeverfahren mitaufgenommen werden. Ebenso ein Aufzug, der sowohl von der Feuerwehr als auch vom DRK genutzt werden kann. Ein weiteres Anliegen war sowohl den Vertretern der Hilfsorganisationen als auch den Gemeinderäten ein Gemeinschaftsraum, den die Kameraden selbst ausbauen und gestalten können. „Die Feuerwehr steht und fällt mit Kameradschaft“, erklärte Peter Röser (Grüne). Durch den gemeinsamen Ausbau hätten die beiden Feuerwehren die Chance, zusammenzuwachsen.

Die Verwaltung zeigte sich den Vorschlägen gegenüber offen – solange sie das Vorgehen nicht ins Stocken brächten. Die Anregung, Änderungen am Vorentwurfsplan in einem gemeinsamen Workshop zu diskutieren, wurde von den Gemeinderäten einstimmig gutiert. Ein entsprechendes Treffen, zu dem auch die jeweiligen Bauausschüsse von DRK und Feuerwehr eingeladen sind, soll schnellstmöglich anberaumt werden. Fachplaner und Architekt sollen in der Gemeinderatsitzung im Dezember ausgewählt werden.

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