In den Lokalen – wie hier im Paulaner- darf wieder gegessen werden – doch von Normalität ist noch keine Spur. Foto: Lichtgut/Leif Piechowksi

Bis die Restaurants und Kneipen wieder im Normalmodus laufen, vergeht noch viel Zeit. Doch die Wirte brauchen schnell Hilfen vom Staat, fordert unser Gastro-Experte Michael Weier in seinem Kommentar

Stuttgart - Der Minister stellt sich fotogen neben die Wirtin im Dirndl, die Tische und Stühle stehen zwar mit Abstand auf dem Platz, aber die Menschen freuen sich dennoch über das erste Weißbier im Freien! Die Lockerungen greifen, ist für die Gastronomie damit alles gut? Ganz weit gefehlt. Denn in dieser Branche lassen sich Verluste nicht wieder aufholen wie zum Beispiel in der Autoindustrie. Die verkauft halt im Herbst, womöglich durch Prämien befördert, mehr Autos. Für die Gastronomie besteht diese Chance nicht, mit der Zeit ist auch der Umsatz unwiederbringlich verloren. Und durch die Abstandsregeln bleibt das Geschäft weit unter dem der Vor-Corona-Zeit. Über 80 Prozent der Betriebe haben bei einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) angegeben, angesichts der strengen Auflagen nicht wirtschaftlich arbeiten zu können.

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