Sie sind gefräßig und rauben den Hobbygärtnern oft den letzten Nerv. Was man ohne Gift gegen Schnecken tun kann.
Esslingen - Schneckenfraß ist der Frust des Hobbygärtners. In kürzester Zeit können die kleinen Tierchen ganze Beete niedermachen. Wie man der Plage Herr wird:
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1. Hier stinkt’s! Schnecken lassen sich mit für sie unangenehmen Gerüchen vertreiben. Um Knoblauch, Zwiebeln und mediterrane Kräuter machen die Tiere einen Bogen. Insbesondere Thymian schreckt sie ab. Vorsicht bei Basilikum: Das steht ganz oben auf dem Speiseplan der Plagegeister. 2. Rote statt grüne Salate! Zwar lieben Schnecken Blattsalat, aber von roten Sorten nehmen sie Abstand. Genauso wenig lieben sie fleischige Blätter wie die der Fetthenne oder raue wie die von Storchschnabel, Nelkenwurz und Geranien. Eisenhut, Fingerhut, Maiglöckchen und Pfingstrose sind giftig für die Schädlinge.
3. Besser trocken als feucht! Schnecken tummeln sich immer gerne dort, wo es nass ist, weil sie die Feuchtigkeit zur Fortbewegung brauchen. Der Boden zwischen den Kulturpflanzen sollte deshalb immer gut abtrocknen. Eine Mulchschicht schützt den Boden zwar vor dem Austrocknen, bietet den Schnecken aber auch den gewünschten Lebensraum.
4. Lieber morgens als abends gießen! Aus gleichen Gründen ist es besser, den Garten frühmorgens zu gießen. Dann kann der Boden über Tag trocknen und entzieht den Tieren die Lebensgrundlage.
5. Sägemehl und Kalk mögen die Schnecken nicht. Ein Ring aus Sägemehl oder Kalk um das Beet hilft, die gefräßigen Schädlinge draußen zu halten. Kalk verätzt ihre Sohle. Nach einem Regenguss müssen diese Barrieren erneuert werden. Auch Kaffeesatz hält die Schnecken fern.
6. Metallbarriere. Ein Schneckenzaun aus Metall, der mindestens zehn Zentimeter im Boden steckt und auch gleichermaßen aus dem Boden ragt, ist ein wirksames, aber kein günstiges Hindernis. Zu beachten ist, dass die Oberkante etwa 45 Grad abgeknickt ist, sonst kann sie von den Tieren überwunden werden.
7. Tierschützer sammeln ab. Hilfreich beim Einsammeln der Tiere ist ein Trick: Man gibt den Schnecken ein Zuhause, indem man ihnen einen Unterschlupf aus Holzbrettern, Tontöpfen oder Ähnlichem bietet. Auch Schalen von Orangenhälften oder große Blätter tun hier gute Dienste. Sind sie dort eingetroffen, sammelt man sie ab und bringt sie in entlegene Bereiche.
8. Ab in Nachbars Garten? Werden Schnecken mindestens 20 Meter weit entfernt, wird laut einer Studie ihr Instinkt gestört. Sie finden nicht mehr zurück zum Ausgangspunkt. Allerdings raten die Experten nicht, die Schnecken einfach in Nachbars Garten zu werfen, sondern sie vielmehr im Freiland auszusetzen.
9. Ein Prosit auf das Bier. Bier zieht Schnecken magisch an. Eingegrabene Becher sind Fallen, aus denen sie sich nicht mehr befreien können und ertrinken. Allerdings können auch Nützlinge in diesen Fallen ihr Ende finden. Alkoholfreies Bier wirkt daher genauso wenig wie schales Bier, aus dem der Alkohol verdunstet ist. Nach dem Regen muss aufgefüllt werden.
10. Feinde fördern. Wer Igel, Kröten, Spitzmäuse und Vogelarten wie Amseln, Stare und Elstern im Garten beherbergt, hat schon einen Teil der Lösung des Schneckenproblems. Sorgen Sie für einen naturnahen und nicht allzu aufgeräumten Garten, der diesen Tieren eine Heimat bietet.