Ein Insektenhotel, wie hier auf den Streuobstwiesen des Wendlinger Vereins „Onser Saft“, ist eine gute Nisthilfe für Insekten aller Art. Foto: Gaby Weiß

Wildbienen sind wichtig für die Bestäubung von Pflanzen. Mit einem Insektenhotel kann man die fleißigen und nützlichen Insekten unterstützen.

Kreis Esslingen - Sie sind wichtige Bestäuber für eine Vielzahl von Pflanzen: die Wildbienen, von denen es über 580 Arten in Deutschland, rund 700 in Mitteleuropa und um die 30  000 auf der ganzen Welt gibt. Viele Arten nisten im Boden, andere suchen sich Nistplätze in Pflanzenstängeln, Schilf, Trockenmauern, Holzstapeln oder Steinhaufen. Die Brutzellen füllen die Wildbienen mit Pollen, von denen sich dann die sich entwickelnde Brut ernährt. In seinem Garten im Esslinger Stadtteil Rüdern sorgt Michael Eppinger für bienenfreundliche Pflanzen und mit ganz einfachen Mitteln für Nisthilfen, um die Ansiedelung und Vermehrung von Wildbienen zu unterstützen.

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Bienenfutter. Im Moment blüht die Sal-Weide, auch Palmweide, Weidenkätzchen oder Palmkätzchen genannt. „Sie ist als eine der ersten im Frühjahr blühenden Futterpflanzen sehr wichtig für Honig- und Wildbienen, für Schmetterlinge und andere Insekten“, betont der Initiator der Aktion „Offene Gärten“.

Insektenhotel. In Bau- und Gartenmärkten sind unterschiedlichste Nist- und Überwinterungshilfen für Insekten erhältlich. Handwerklich geschickte Gärtner können sie aber auch mit geringem Aufwand selbst bauen: Ob kleines Häuschen, mittelgroßes Quartier oder ganze Wand mit getrockneten markhaltigen Ästen, durchbohrten Holzstücken oder durchlöcherten Tonblöcken – so genannte „Insektenhotels“ bieten für Wildbienen und Co. schützenden Unterschlupf und Brutraum.

Brutröhren. „Demnächst fliegen die ersten Mauerbienen aus. Sie leben nur vier bis sechs Wochen, legen also sehr schnell wieder Eier“, erklärt Michael Eppinger, der in seinem Garten Brutröhren für die pelzigen Frühlingsboten aufhängt: „Man kann zum Beispiel die markhaltigen Stängel von Himbeer- oder Brombeersträuchern einzeln oder auch als Bündel am Zaun entlang senkrecht aufhängen. Die Mauerbienen nehmen diese natürlich gewachsenen Röhrchen gerne als Brutröhren an, und das sieht auch noch hübsch aus.“

Sandtrog. Weil ein Großteil der heimischen Wildbienen im Boden nistet, hat Michael Eppinger in diesem Jahr erstmals ein halbiertes hölzernes Weinfass als Trog aufgestellt und mit Sand und zehn Prozent Lehmpulver gefüllt. „Ich bin sehr gespannt, ob die Wildbienen das als Behausung annehmen, sich in den Sand eingraben und dort ihre Brut ablegen.“

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