Statt Fleisch legt die Esslingerin Gabriela Letzing Gemüsespieße auf den Grill. Foto: Jag_cz /Adobe Stock

Gabriela Letzing verrät Tipps für vegane Grillspezialitäten.

Esslingen - Statt rotem Fleisch kommt bei Gabriela Letzing buntes Gemüse auf den Grill. Die Esslingerin ernährt sich seit viereinhalb Jahren rein pflanzlich und mag es, im Sommer zu grillen. Was sie daran so toll findet? Es sei ein Freiheitsgefühl, draußen zu kochen – „mit dem Geruch von Holzkohle“. Als Alternative zum klassischen Grillfleisch, verwendet die Esslingerin am liebsten Produkte aus Soja. „Sojaschnetzel sind mein Favorit“, sagt sie. Und: „Ich persönlich schwöre auf Gemüse.“

Bis vor Kurzem war sie Inhaberin des veganen Restaurants „Delicantina“ in der Esslinger Heugasse, dann wurde der Pachtvertrag nicht verlängert und das Lokal musste zum Jahreswechsel schließen. Derzeit arbeitet sie als Grafikdesignerin und unterstützt den Backshop Mohr in der Küferstraße mit veganen Rezeptideen.

Gewürze und vegane Soßen zum Grillen

Beim veganen Grillen komme es vor allem auch auf die Gewürze und Soßen an, so die Esslingerin. Sojaprodukte könne man so würzen, dass sie ähnlich schmecken wie Fleisch.

Die Sojaschnetzel weichkochen, gut würzen, mit Zitrone, Olivenöl und Knoblauch einlegen und dann auf den Grill legen – so lautet nur eines ihrer Rezepte. Aber auch Auberginen, Zucchini und Pilze – eingelegt in Knoblauch – eignen sich laut Letzing gut für den Grill, ebenso wie Gemüsespieße oder Gemüseburger.

Als Gewürz zum Grillen schlägt Letzing „Pfeffer, Rauchsalz, geräucherter Paprika, Gyros-Gewürz“ vor. Genaue Rezepte für ihre Grillspezialitäten habe sie jedoch nicht. Sie mache das immer „nach Lust und Laune“ und variiere auch. Ihr seien frische Zutaten und qualitativ hochwertige Kräuter bei der Zubereitung wichtig. Sie arbeite gerne mit Gegensätzen, also beispielsweise süß und sauer. „Damit es spannend schmeckt“, so Letzing. Dasselbe gelte für sie bei der Zubereitung von Dips. „Mal schärfer, mal weniger scharf, mal mit Gemüse oder Obst.“ Denn nicht nur das Gemüse gehört für Letzing zum veganen Grillen. In Kombination mit Soßen könne man viel erreichen, sagt Letzing. „Man denkt, man hätte ein Stück Fleisch vor sich!“ Soßen auf pflanzlicher Basis gibt es in verschiedenen Varianten. „Es gibt Soßen auf Cashewkernbasis“, sagt Letzing. Diese können cremig sein und auch nach Käse schmecken. Auch Hefeflocken können zum Geschmack beitragen. Man könne zum Grillen auch Sour Cream mit Zitrone und Knoblauch machen, oder Mango Chutney sowie süßsaure Soßen. Es gebe aber auch vegane Mayonnaise.

Und eine weitere Zutat vervollständigt das vegane Grill-Menü: Fladenbrot. „Das Fladenbrot mit auf den Grill legen“, so Letzing. Als Beilage eignen sich auch grüne Salate mit Dressing.

Gabriela Letzing hat in ihrem ehemaligen Restaurant „Delicantina“ in den vergangenen Jahren für ihre Kunden auch Grillboxen zusammengestellt – zum veganen Grillen zuhause. „Die Leute sind immer total überrascht“, sagt Letzing – „dass es genauso gut schmecken kann wie ein Stück Fleisch.“