Einige Mannschaften haben Aufgaben vor sich, die nur auf den ersten Blick leicht zu lösen sind, andere dürsten nach einem Erfolgserlebnis.
Spitzenspielwochen in der Bezirksliga, ein Topspiel auch in der Kreisliga B 1 und in der Kreisliga A ein Derby, das mittlerweile mehr ein Treffen von guten Nachbarn ist – auf geht’s ins Fußballwochenende.
Verbandsliga
Zwei Niederlagen zum Jahresauftakt, jahreswechselübergreifend sogar vier: Beim FC Esslingen ist zurzeit der Wurm drin – vielleicht sogar der größte, seit die Mannschaft im Jahr 2018 in den Männer-Spielbetrieb eingestiegen ist. Das klingt aber dramatischer als es ist. Der Vorsprung des Aufsteigers auf den Abstiegsrelegationsplatz beträgt zwar nur noch zwei Punkte, aber mit einem Sieg ist das Tierchen schon wieder so gut wie weg. Den wollen die Esslinger am Samstag (15 Uhr) gegen den TSV Berg holen, der ein Plätzchen über dem Relegationsplatz steht – und damit ebenfalls unter Druck.
Landesliga
Was sind die beiden Punkte gegen die Spitzenteams TSV Weilimdorf (2:2) und VfL Sindelfingen (1:1) für den FV Neuhausen wert? Klar, erst mal zwei Punkte. Aber jetzt wollen die Neuhausener gegen ein Team nachlegen, das in der Tabelle hinter ihnen steht, nämlich am Sonntag (15 Uhr) gegen den Neunten GSV Maichingen. Zwei Plätze und ein Pünktchen stehen die FVN-Kicker besser da – und dürfen den Gegner so was von nicht unterschätzen. Denn die Maichinger haben zuletzt gegen den Zweiten SV Waldhausen mit 3:2 gewonnen. Und damit nicht genug: zum Jahresstart gab es davor ein 2:1 beim TSGV Waldstetten. Derweil hat sich bei den Neuhausenern die Liste der Spieler verlängert, die genau das mit ihrem Vertrag getan haben: Felix Stickel, Christian Schenk, Fabio Andretti, Max Wanner und Winter-Zugang Tim Brückner bleiben über das Saisonende.
Bezirksliga
Es sind Spitzenspielwochen in der Bezirksliga. TSV Köngen gegen 1. FC Eislingen, Eislingen gegen TSV Oberboihingen und jetzt am Sonntag (15 Uhr) Köngen gegen Oberboihingen und damit Erster gegen Dritter. Der Zweite Eislingen erwartet den Vierten SV Ebersbach. Für die Köngener kann es nur ein Ziel geben: die Spitzenposition verteidigen.
Beim TSV Deizisau und dem FV Plochingen geht es derweil darum, Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu sammeln und für das abgeschlagene Schlusslicht TSV Berkkeim, den Anschluss zumindest wieder ein bisschen herzustellen. Dass es die Mannschaft kann, hat sie beim 3:5 zuletzt in Ebersbach gezeigt – und auch, woran es hakt. „Wenn man zur Pause mit 2:0 führt, kann man nicht so viel falsch gemacht haben“, sagt Abteilungsleiter Uwe Willinger, „aber wenn man immer vier oder fünf Gegentore bekommt, ist das zu viel.“ Im Spiel am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Frickenhausen fordert er deshalb, dass die Defensive „als Mannschaftsverbund“ gut funktioniert, „und das über 90 Minuten“. Der Drittletzte Deizisau will derweil am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den TSV Jesingen etwas holen und dem Relegationsplatz zumindest punktemäßig näher kommen, der Zwölfte Plochingen, der eine halbe Stunde früher gegen den VfL Kirchheim antritt, nicht auf diesen abrutschen.
Kreisliga A
Der zum erweiterten Favoritenkreis gehörende TSV Wernau kommt im Jahr 2025 nicht so richtig in Fahrt. Gegen den – starken – Aufsteiger TB R uit kam die Mannschaft im vorgezogenen Spiel nicht über ein 1:1 hinaus. Zwei Punkte aus drei Spielen lautet so die Jahres-Zwischenbilanz. Durch ein Eigentor des Ruiters Jakob Lausterer gingen die Wernauer in der 30. Minute in Führung, Moritz Hofmann traf in der 73. Minute ins richtige Tor. Allerdings spielten die Wernauer ab der 54. Minute rotbedingt in Unterzahl.
Die Wernauer kletterten zumindest vorübergehend auf Rang sechs und die Ruiter auf Platz neun. Ganz vorne sind andere Mannschaften unterwegs. Der schon recht souveräne Tabellenführer TSV RSK Esslingen möchte am Sonntag (16.30 Uhr) gegen die TSG Esslingen den dritten Sieg im dritten Spiel des Jahres holen – das kann der aus dem Keller emporkletternde Gegner aber auch erreichen. „Durch die vergangenen Ergebnisse können wir relativ entspannt Richtung Schulzentrum Nord fahren“, erklärt TSG-Pressesprecher Dominic Hornisch vor dem Auftritt beim „absoluten Favoriten auf den Aufstieg“. Aber „dennoch fahren wir sicherlich nicht als Sparringspartner nach Wäldenbronn“, drückt Hornisch das gewachsene Selbstvertrauen bei den Kickern vom Zollberg aus. Sie wollen „mit Mut und Überzeugung etwas Zählbares mitnehmen und den großen Favoriten ärgern.“
Der Zweite TSV Denkendorf hat eine vermeintlich leichtere Aufgabe vor sich. Aber Spieler-Co-Trainer Georgios Natsis hat vor dem Auftritt am Sonntag (15 Uhr) beim TSV Baltmannsweiler auch wahrgenommen, dass das abgeschlagene Schlusslicht am vorletzten Sonntag gegen den FV Neuhausen II den ersten Punkt der Saison geholt hat. Und unterschätzen gilt generell nicht. „Die Tabellensituation ist klar“, sagt Natsis, „aber die Baltmannsweilerer haben nichts zu verlieren. Sie haben ein paar gute Spieler. Wir müssen hellwach sein.“
Bleibt vom Spitzenduo noch eine Mannschaft. Und für die steht ein besonderes Spiel an. Oder? Schalke gegen Dortmund, VfB gegen KSC, Galatasaray gegen Fenerbahce, VfB Reichenbach gegen TV Hochdorf. Naja, so heiß wie früher ist das Duell, das diesmal am Sonntag (15 Uhr) in Hochdorf ausgetragen wird, nicht mehr. Im Gegenteil, es gibt Freundschaften und Verbindungen: Reichenbachs Trainer Moritz Gutmann, Co-Trainer Uli Thon und Trainer-Urgestein sowie aktuell Pressewart Ioannis Fotarellis haben eine Hochdorfer Vergangenheit. Die Annäherung geht nun schon so weit, dass die Reichenbacher und Hochdorfer ab der kommenden Saison gemeinsam mit dem TSV Notzingen eine Spielgemeinschaft für die A- bis C-Jugend bilden. „Es geht nur um die drei Punkte“, sagt Fotarellis nun – und fügt lachend hinzu: „aber die wollen wir haben.“ Dass es in diesem Jahr noch keine Zähler für den VfBR gab, beunruhigt Fotarellis nicht: „Im Spiel gegen die SG Eintracht Sirnau hatten die Jungs einen schlechten Tag: Sie sind super, wir wissen, was wir an ihnen haben.“
Bei den Teams dahinter wird auch noch gekickt, und das soll nicht nur nach Ansicht von Coach Jan Singer vom ASV Aichwald auch noch eine ganze Weile mit ausreichend Spannung geschehen. Die Aichwalder sind in einer ähnlichen Situation wie die Wernauer und die Spieler des TSV Wendlingen, des TV Nellingen und des TV Unterboihingen auf den Plätzen vier bis acht. „Wir schielen alle noch ein bisschen nach oben und wollen nicht, dass die Saison nach vier oder fünf Spieltagen in diesem Jahr schon so gut wie vorbei ist“, erklärt Singer und hofft, dass er das nach dem Spiel am Sonntag (15 Uhr) beim TVU mit ein bisschen weniger Abstand tun kann. Für einen Erfolg müsse vor allem die Chancenverwertung besser sein als zuletzt beim 1:1 gegen Wernau.
Nellingens Pressewart Peter Hirma glaubt derweil „nicht, dass nach oben noch was geht“. Er findet es aber durchaus erstrebenswert, den momentanen Platz fünf zu halten. Setzt die Mannschaft den Aufwärtstrend fort, müsste das mindestens drin sein. Beide TVN-Teams, also auch das der Kreisliga B („die Zweite sollte mal wieder gewinnen“), treten beim VfB Oberesslingen/Zell an, zumindest in der KLA sieht Hirma den TVN „in der Favoritenrolle“. Er weiß aber: „Man kann sich da auch täuschen.“
Kreisliga B
Eine Vorentscheidung in Sachen Meisterschaft und Relegationsplatz fällt noch nicht, aber Spannung birgt es, das Spitzenspiel in der B 1 am Sonntag (15.30 Uhr) zwischen dem Zweiten TSV Scharnhausen und dem drei Punkte – und damit einen Sieg – entfernten Erste SC Altbach.
Spiele der Woche: FV Plochingen – VfL Kirchheim (So., 15 Uhr), TSV Scharnhausen – SC Altbach (So., 15.30 Uhr).