Fußball-Verbandsligist FC Esslingen verliert gegen Tabellenführer Young Bouys Reutlingen deutlich mit 2:6, ist in der Offensive aber verbessert.
Die Verbandsliga-Fußballer des FC Esslingen waren gegen Tabellenführer Young Boys Reutlingen klar in der Außenseiterrolle – aber die Niederlage fiel mit 2:6 (0:4) dann ziemlich deutlich aus. Nach jahresübergreifend nun drei Pleiten in Folge stecken die Esslinger, die auf den drittletzten Platz abgerutscht sind, im Abstiegskampf fest. Erschwerend kommt hinzu, dass je nach Konstellation in den Ligen darüber offenbar bis zu neun Mannschaften der direkte Gang in die Landesliga droht – wahrscheinlich betrifft es aber zumindest mehr als die fünf momentan in der offiziellen Tabelle eingezeichneten Ränge.
„Wenn du in der ersten Hälfte zwei Elfmeter verursachst, sieht man, wie pannenmäßig das war“, sagte FCE-Coach Dominik Eitel und fand die Leistung der Mannschaft „defensiv unfassbar schlecht“. Damit meinte er nicht die neu formierte Abwehrkette, sondern den gesamten Verbund. Mit der Leistung des Angriffs war Eitel zufrieden, denn die Mannschaft erarbeitete sich mehr Chancen als die, die zu den beiden Toren führten, als es schon zu spät war: „Zwei Tore gegen die beste Mannschaft der Liga zu schießen – da wären andere glücklich.“
Adil Iggoute brachte die spielstarken Reutlinger in der 18. Minute per Strafstoß in Führung. Hakan Aktepe (24.), Iggoute (34., erneut Strafstoß) und Ante Galic (44.) legten noch vor der Pause nach. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Kurz nach dem Wiederanpfiff erzielte Iggoute seinen dritten Treffer, diesmal aus dem Spiel heraus. Christos Chatzimalousis sorgte in der 65. Minuten mit dem Tor zum 6:0 für den Spitzenreiter für die endgültige Entscheidung, ehe Winter-Zugang Felix Frenz per Kopf aus kurzer Distanz (70.) und Florian Nikl (81.) noch für die Esslinger erfolgreich waren. Eitel aber weiß, dass er an der Defensive den Hebel ansetzen muss.
FC Esslingen: Diakoulas; Portella, Mojasevic, Pereira Almeida (63. Trento), Nikl, Majhen (46. Schietinger), Düdder (46. Schubarth), Frenz, Fuhl (89. Haradinaj), Heeger (30. Zaidmann), Smiljic.