Die Freude muss raus: Felix Eder freut sich nach seinem Tor zum 1:0. Es folgen noch zwei weitere. Foto: Michael Treutner

Der TSV Denkendorf II gewinnt das Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga B 2 beim TSV Wolfschlugen mit 3:0. „Tormaschine“ Felix Eder erzielt alle drei Tore.

Rund 100 Zuschauer kamen trotz des teilweise regnerischen Wetters zum Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga B 2 zwischen dem TSV Wolfschlugen und dem TSV Denkendorf II. Die Denkendorfer siegten in Unterzahl – Maximilian Seitz sah in der 52. Minute die rote Karte – dank eines Dreierpacks von Felix Eder mit 3:0 (1:0). Wolfschlugens Torhüter Dennis Thiel verhinderte ein noch höheres Ergebnis. Damit bauten die Denkendorfer ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf die Wolfschlugener auf zehn Punkte aus.

„Zwölf Spiele, zwölf Siege – ich kann mich nur bei der Mannschaft bedanken. Wir sind ein geiles Team“, sagte Dreifach-Torschütze Eder und freute sich entsprechend. Für diesen zwölften Sieg indes bedurfte es noch 90 starker Minuten zuvor, über die im Großen und Ganzen Denkendorf das bestimmende Team war. Die Wolfschlugener kamen nur phasenweise vor das Tor und waren insgesamt zu harmlos. Die Denkendorfer legten dagegen druckvoll los und erzielten bereits nach vier Minuten den Führungstreffer: Eder zog aus zentraler Position ab, Wolfschlugens Torhüter Thiel war machtlos.

Nach gut einer Viertelstunde stabilisierten sich die Wolfschlugener etwas und kamen zu halbwegs guten Möglichkeiten: Max Fischer lief die Denkendorfer Abwehr an, der Klärungsversuch geriet zum Pressschlag, der aber das Tor verfehlte (17.). Kurz darauf legte Fischer für Wolfschlugens Spielertrainer Kevin Lake auf, diese Aktion wurde jedoch von der Denkendorfer Abwehr gut verteidigt. Danach übernahmen die Denkendorfer wieder die Spielkontrolle und kamen beinahe minütlich zu Chancen; besonders Eder prüfte Thiel in vielen Situationen, wobei Thiel mit teilweise sehenswerten Reflexen dafür sorgte, dass es zur Pause bei nur einem Tor Rückstand blieb.

Nach dem Seitenwechsel blieb Denkendorf spielbestimmend, Thiel parierte erneut einen strammen Schuss Eders (50.). Kurz darauf wurde nach einem Foul Denkendorfs Seitz mit Rot des Feldes verwiesen, doch Wolfschlugener schafften es nicht, die personelle Überzahl in Zählbares umsetzen. Im Gegenteil, die Denkendorfer rückten noch weiter zusammen, machten die Räume dicht und zwangen die Wolfschlugener immer wieder zu viel zu leichten Ballverlusten.

Dennoch wurden die Wolfschlugener insgesamt stärker, hatten jedoch nur selten zwingende Ideen oder Momente. Die Denkendorfer setzten dagegen auch in Unterzahl die Wolfschlugener immer wieder unter Druck – resultierend daraus erhöhte in der 67. Minute Eder nach einem Freistoß per Kopf auf 2:0. Auch danach stellten sich die Denkendorfer nicht nur hinten rein, sondern versuchten weiter, das Spiel zu gestalten. Dennoch kamen auch die Wolfschlugener – wenn auch selten – zu Torraumszenen. Bei einer dieser Aktionen blieb Denkendorfs Torhüter Thorben Netzer Sieger, reagierte anschließend schnell und schlug den Ball nach vorne zu Eder, der den Konter perfekt zum 3:0 abschloss (84.). In der kurzen Nachspielzeit zog Wolfschlugens Lake noch einen Freistoß flach um die gegnerische Mauer, doch Netzer war rechtzeitig unten (90.+1).

„Schweres Spiel auf schwerem Boden“

„Es war das erwartete schwere Spiel auf schwerem Boden gegen einen defensiv starken Gegner. Wir wussten, dass wir von Anfang an Gas geben müssen – das 1:0 hat uns dann in die Karten gespielt“, fasste Denkendorfs Coach Marc Köstle zusammen und ergänzte: „Als Wolfschlugen dann etwas stärker wurde, fiel das 2:0 zum richtigen Zeitpunkt“. Abschließend lobte Köstle seine „Tormaschine“ Eder und freute sich, „dass ich ihn und so eine geile Mannschaft habe“.

Ähnlich sah es Wolfschlugens Coach Lake: „Es war ein schweres Spiel, ein schwerer Platz und ein sehr guter Gegner. Das 1:0 macht Eder überragend, ansonsten hatten wir das gut im Griff.“ Nach dem Platzverweis fand Lake, „dass wir wieder etwas besser im Spiel waren und eine Druckphase hatten. Aber bei dem Freistoß standen wir nicht gut“. Darin sah Lake auch den Unterschied: „Denkendorf ist einfach etwas cleverer und erfahrener. Das waren die kleinen Unterschiede in den entscheidenden Situationen. Trotzdem war das okay, wir haben alles gegeben und uns unsere Chancen erspielt.“

TSV Wolfschlugen: Thiel; Vollmer, Schmid (45. Klein), Fischer, Daniel Schäfer, Lake, Castro, Kurz (80. Speidel), Maier (68. Peuker), Bayer (45. Reul), Fabian Schäfer.

TSV Denkendorf II: Netzer; Köstle, Duran (85. Omerovic), Seitz, Papadopulos, Pomor, Schmack (55. Ulmer, 88. Gröber), Oliver Kurz, Tobias Kurz, Stedler (45. Aydemir), Eder.

Schiedsrichter: Talih Ilbaz (Reutlingen).

Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 Eder (4.), 0:2 Eder (67.), 0:3 Eder (84.).

Rote Karte: Seitz (TSV Denkendorf II).

Beste Spieler: Thiel, Fischer / Eder, Köstle, Papadopulos).