Jan Singer, der Cheftrainer der Kreisliga-A-Mannschaft des ASV Aichwald, hat seinen Vertrag über das Saisonende hinaus verlängert und ist damit nicht alleine.
ASV Aichwald – da weiß Jan Singer, was er hat. Und Jan Singer – da wissen die Verantwortlichen des ASV Aichwald, was sie haben. Mehr noch, beide Seiten sind dermaßen voneinander überzeugt, dass der Trainer im Sommer in seine neunte Saison bei den Kreisliga-A-Fußballern geht, unterbrochen von einem halbjährigen Ausflug zum SV Remshalden. Das ist aber auch schon wieder drei Jahre her. Überhaupt setzt der ASV auf Kontinuität: Auch Co-Spielertrainer Nico Haug bleibt, das Duo Timo Geng / Tim Drodofski wird weiter die SGM TSV Baltmannsweiler II / ASV Aichwald II wahrscheinlich in der Kreisliga B betreuen und Walter Eschenbächer die Torhüter der Teams bis runter zu den B-Junioren besser machen.
Die spannende Frage auf dem Schurwald ist freilich, ob das gefühlt permanente Anklopfen an die Bezirksliga in näherer Zukunft darin endet, dass die ASV-Kicker endlich hochklettern. In der Rolle als Kreisliga-A-Spitzenteam fühlen sie sich in Aichwald durchaus wohl. „Aber keiner spielt um die Plätze drei bis neun“, sagt Singer, „wenn wir aufsteigen, würden wir uns nicht beschweren.“ Er weiß aber, dass die Mannschaft in der momentanen, megaspannenden Liga einer von gleich acht realistischen Anwärtern auf den direkten Aufstieg und die Relegation ist. Das fordert, aber es macht auch Spaß.
„Unsere Perspektive ist, dass wir weiter oben dabei sein wollen“
Sollte es nicht mit dem Sprung nach oben klappen, wäre die Situation in der kommenden Runde vermutlich nicht wesentlich anders als jetzt. Abteilungsleiter Stephan Baisch drückt es so aus: „Unsere Perspektive ist, dass wir weiter oben dabei sein wollen. Sollten wir aufsteigen, täte uns das nicht weh.“ Wobei er beim Blick auf frühere Aufsteiger durchaus Respekt vor der Aufgabe Bezirksliga hätte.
„Nicht nur ein sicherer Hafen“
Das alles hat aber nichts damit zu tun, dass sie in Aichwald eben mit Singer „hoch zufrieden sind“, wie Baisch betont. „Man kann einfach keinen Besseren kriegen. Er hat auch einen Blick auf die Jungen“, führt der Funktionär weiter aus und findet das besonders wichtig, denn: „Es muss eine Verjüngung geben.“ Die geht Singer, im Hauptberuf Lehrer, gerne an, betont aber auch: „Das läuft ja schon. Wir haben in dieser Runde drei Spieler aus der A-Jugend eingebaut und es kommen im Sommer weitere – das ist ziemlich cool.“
Die eine oder ander Anfrage eines anderen Vereins hat der Trainer jedenfalls abgelehnt. „Ich fühle mich pudelwohl in Aichwald“, begründet er, „es ist nicht nur ein sicherer Hafen, sondern man kann auch Neues machen.“ Er lobt die Zusammenarbeit mit den Spielern und mit der Vereinsführung und ist auch froh, dass sein „sensationeller“ Co-Trainer Haug an seiner Seite bleibt. Die Mischung aus Zusammenhalt und Ambitionen behagen Singer auf dem Schurwald besonders: „Es geht sportlich was. Es ist nicht so, dass sich alle nur auf das Bier danach freuen.“ Das gibt es dann aber schon.
Spannende Kreisliga A
Die Trainerfrage für die Saison 2026/2027 ist also geklärt, sportlich spannend bleibt es in der laufenden Runde. Die Aichwalder sind momentan Siebter mit 26 Punkten und damit gerade mal drei Zählern weniger als das Spitzenduo TSV Wernau / TSG Esslingen, bei der der ASV am 1. März (15 Uhr) zum Jahresstart antritt.