Der ASV Aichwald startet in der Kreisliga A mit einem 2:0-Sieg bei der TSG Esslingen und kommt damit nach der Winterpause optimal aus den Startlöchern.
Nach der langen Winterpause waren beide Teams heiß auf den Pflichtspielstart im Jahr 2026. Bei angenehmen Temperaturen mit Sonnenschein waren die Voraussetzungen auf dem Esslinger Zollberg auch bestens. Am Ende setzten sich die Gäste vom ASV Aichwald im Kreisliga-A-Spiel gegen die TSG Esslingen verdient mit 2:0 (2:0) durch. TSG-Trainer Michael Lattacher zog dementsprechend folgendes Fazit: „Der 2:0-Erfolg des ASV war alles in allem verdient.“ Aichwalds Coach Jan Singer pflichtete Lattacher bei: „Es war ein umkämpftes Spiel mit einem verdienten Sieg für uns.“
Es entwickelte sich von Beginn an eine kämpferische Partie, in der beide Mannschaften nicht zurücksteckten und alles reinwarfen. Die ersten Minuten spielten sich vorwiegend im Mittelfeld ab. Nach gut zehn Minuten kam es zu einer unglücklichen Aktion im TSG-Strafraum: Keeper Robin Harnisch traf nach einem weiten Pass sowohl den Ball als auch den Fuß des Gegenspielers. Der Schiedsrichter zögerte einen Moment, zeigte dann aber auf den Punkt. Aichwalds Fabio Rendina verwandelte den Strafstoß unhaltbar rechts oben in den Winkel zur 1:0-Führung für sein Team (15. Minute).
Nur wenige Minuten später legte der ASV direkt nach: Luca Richter erlief einen Steilpass und schob den Ball überlegt an Harnisch vorbei zum 2:0 in die Maschen. Doch fast im Gegenzug bot sich der TSG die Chance zum Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß von Felix Weitz musste ASV-Torhüter Pit Richter sein ganzes Können aufweisen und parierte stark. Immer wieder versuchten es die Esslinger nun mit langen Bällen auf ihren Topstürmer Enes Coskun, doch die Aichwalder Defensive stand sicher. Kurz vor dem Pausenpfiff kam TSG-Spieler Burak Can Celik nach leichtem Körperkontakt im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Daniel Auch-Schwarz zeigte erneut auf den Punkt. Doch Coskun scheiterte an Richter, der Nachschuss landete an der Unterkante der Latte und im dritten Versuch scheiterte erneut Coskun an Richter. So blieb es beim 2:0 zur Pause.
Die TSG drückt
Direkt nach Wiederanpfiff verzeichnete die TSG die nächste Chance, aber Coskun traf links am Tor vorbei. Die Esslinger drückten nun, ein Kopfball von Stephen Passen nach einer knappen Stunde landete nur am Pfosten. Doch auch der ASV hatte immer wieder gute Kontergelegenheiten, spielte diese aber meist zu ungenau aus. Auch in den letzten Minuten der Partie gab es Chancen auf beiden Seiten. Aber entweder parierte ASV-Keeper Richter glänzend oder ein Aichwalder Abwehrbein war dazwischen, auf der Gegenseite zielten die ASV-Spieler zu ungenau und schoben das Spielgerät aus aussichtsreichen Positionen links oder rechts am Gehäuse vorbei.
Das war auch der einzige kleine Kritikpunkt, den Singer nannte: „Wir können das Spiel früher für uns entscheiden, wenn wir eine unserer Konterchancen nutzen.“ Doch die entscheidenden Szenen sah der ASV-Coach in der schnellen 2:0-Führung seines Teams und dem gehaltenen Elfmeter kurz vor der Pause.
Lattacher haderte dagegen deutlich mehr und war von der Leistung seines Teams enttäuscht: „Wir haben einfach keine Ruhe ins Spiel gebracht und es immer direkt mit langen Bällen nach vorne versucht.“ Wenn die TSG-Spieler doch mal in der Nähe des gegnerischen Strafraums waren, dann fehlte die Konsequenz im Abschluss. „Wir hätten noch lange spielen können und wahrscheinlich kein Tor geschossen“, ergänzte Lattacher.
Durch diesen Erfolg zieht der ASV nun nach Punkten mit der TSG gleich (beide 29 Punkte) und damit rücken die Teams in der oberen Tabellenhälfte noch enger zusammen.
TSG Esslingen: Harnisch – Russ, Fischer (88. Woldemariam), Hisir (55. Semere), Passen (77. Tunc) – da Costa Araujo (55. Kohler), Weitz (70. Vasileiadis), Caggiano, Celik – Balthasar, Coskun.
ASV Aichwald: Pit Richter – Luis Kiefer, Mehmeti, Kreidler (88. Haug), Raab – Luca Richter, Paul Kiefer, Müller, Göpfert (59. von Benthen)– Rapp (68. Deutscher), Rendina (61. Job).
Schiedsrichter: Daniel Auch-Schwarz (Echterdingen).
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Rendina (15., Foulelfmeter), 0:2 Luca Richter (20.).
Gelbe Karten: Harnisch, Coskun, Passen, Balthasar, Kohler, Celik / Rendina, Göpfert, Luca Richter, Job, Deutscher.
Beste Spieler: Caggiano, Weitz / Pit Richter, Kreidler, Paul Kiefer.