Die Köngener ringen im Top-Spiel der Fußball-Bezirksliga dem Tabellenführer 1. FC Eislingen ein 0:0-Unentschieden ab und sind dem Sieg dabei sogar näher.
Das Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga zwischen dem Spitzenreiter 1. FC Eislingen und dem Verfolger TSV Köngen bot den 400 Zuschauern in der Fuchsgrube mit dem 0:0-Unentschieden zwar keine Tore, aber dennoch ein unterhaltsames Spiel auf taktisch hohem Niveau. „Es war ein guter Start ins Fußballjahr“, fand Köngens Spielertrainer Dominic Brück. An der Spitze bleibt es spannend, die beiden Top-Teams bleiben einen Punkt voneinander entfernt, der Dritte TSV Oberboihingen rückte auf sieben Zähler an die Köngener heran.
Dabei gehörte die erste halbwegs gefährliche Aktion den Gästen aus Eislingen. Ein Fehlpass in der Rückwärtsbewegung brachte die Köngener Abwehr kurz in Bedrängnis, aber der gut sortierte Abwehrverbund um den überragenden Abwehrchef Brück stand sicher und verhinderte Schlimmeres (2.). Danach entwickelte sich ein Spiel, das hauptsächlich im Mittelfeld stattfand, wobei die Köngener mehr Spielanteile hatten. Ein Freistoß von Brück fand auf der rechten Seite Noah Schadt – dessen flache Hereingabe aber keinen Abnehmer (10.). Danach neutralisierten sich beide Teams taktisch gegenseitig. Die Abwehr stand hüben wie drüben sicher, lediglich durch lange Diagonalbälle wurde es gelegentlich gefährlich, doch zwingende Torchancen gab es keine. Dennoch kamen die Köngener insgesamt öfter, wenn auch nicht gefährlich genug, in den gegnerischen Strafraum. Die Offensivbemühungen der Eislinger wurden zumeist weit vor dem Köngener Tor abgefangen.
Nicht zu viel Risiko
Nach dem Seitenwechsel begannen die Köngener druckvoller und kam binnen zehn Minuten zu zwei guten Möglichkeiten. Doch Nick Widmann köpfte nach einem Eckstoß erst weit drüber (51.), vier Minuten später verfehlte Dennis Vrljicak ebenfalls per Kopf nur knapp (55.). Im direkten Gegenzug kamen die Eislinger zu ihrer bis dahin besten Möglichkeit, doch keiner brachte aus einem Gewühl den Ball im Gehäuse unter – TSV-Keeper Marc Vogelmann packte schließlich zu und verhinderte den Gegentreffer (57.).
Die Köngener präsentierten sich als Spitzenteam. Von den Fans mit Gesängen und Pauken unermüdlich angeheizt, bemühten sie sich weiter, ohne jedoch zu viel zu riskieren. In der letzten halben Stunde waren die Köngener dem „Lucky Punch“ zwar näher als die Eislinger, aber Toni Panne schoss überhastet am Tor vorbei (60.), Emilio Intemperantes Kopfball pflückte FC-Torhüter Dominik Kuhn aus der Luft (79.) und Kimi Hindennach schloss nach einem vielversprechenden Spielzug zu überhastet aus der Distanz ab (81.).
„In der ersten Hälfte hatten wir mehr Ballbesitz, aber Eislingen hat gefälliger nach vorne gespielt, ohne große Chancen zu kreieren“, fand Köngens Spielertrainer Brück. „In der zweiten Hälfte haben wir dominiert und waren dem Lucky Punch näher“, ergänzte er und freute sich dass „wir uns in der Hinrunde so einen Respekt erarbeitet haben, dass Eislingen sich so weit nach hinten reinstellt. Es spricht auch für uns, dass wir so einen starken Gegner geduldig bespielen können. Aber Eislingen hat die Qualität um uns weh zu tun, daher wollten wir nicht zu viel Risiko gehen.“
„Wir sind froh über den Punkt“, fand sein Eislinger Trainerkollege Tim Schöller. „Es war unser Anspruch, kein Tor zu kassieren und dieses Spiel nicht zu verlieren, auch wenn wir als Tabellenerster in dieses Spiel gingen“, sagte Schöller weiter. „Dennoch hätten wir gerne noch ein paar Momente mehr nach vorne gehabt, aber dafür war unser Umschaltspiel nicht gut genug. Das Unentschieden geht so in Ordnung.“ Damit lag er richtig.
TSV Köngen: Vogelmann; Widmann, Vrljicak, Panne (72. Intemperante), Schlotterbeck, Herz (51. Fuchs), Schadt, Kimi Hindennach (88. Nikita Jason Hindennach), Lander, Brück, Rüttinger.
1. FC Eislingen: Kuhn; Sari (58. Öztürk), Egrlic, Renner (84. Schaile), Pauen (66. Grupp), Leonhardt, Hodzic (58. Hölzli), Allmendinger, Arngold, Cseri (46. Gromer), Bühler.
Schiedsrichter: Etienne Stollsteimer (Ludwigsburg).
Zuschauer: 400.
Gelbe Karten: Kimi Hindennach, Vrljicak, Panne, Lander, Widmann / Hölzli.
Beste Spieler: Brück, Schlotterbeck / Gromer.