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Zusammenziehen ist nicht nur romantisch sondern birgt auch einiges an Arbeit. Viele Fragen müssen besprochen werden. Hier ein Überblick.

Bevor der Umzug starten kann, gibt es einige wichtige Dinge zu klären. Denn rund um das Zusammenziehen gibt es sowohl viele Fragen als auch mögliche Konflikte. Deshalb ist es wichtig, dass beide ausführlich über die neue Situation reden.

Beim Partner einziehen oder neue Wohnung suchen?

Zunächst sollten beide besprechen, ob sie sich nach einer neuen, gemeinsamen Wohnung umschauen oder ob einer der beiden beim Partner einzieht. Der Vorteil einer Wohnung, in die beide neu einziehen: Beide sind gleichberechtigte Mieter und handeln die Einrichtung der Wohnung und Ähnliches auf Augenhöhe aus. Zieht hingegen einer der Partner in die Wohnung des anderen, besteht immer die Gefahr, sich dort lediglich als Gast zu fühlen; zudem ist man dann von seinem Partner abhängig. Doch gegenwärtig ist es vor allem in Großstädten gar nicht so einfach, eine bezahlbare Wohnung zu finden, schon gar nicht in Innenstadtbezirken. Da erscheint es nur naheliegend, zusammen in eine ohnehin schon vorhandene Wohnung zu ziehen, sofern diese für beide groß genug ist. Dies gilt besonders dann, wenn es sich um eine Eigentumswohnung handelt. Damit es sich für beide Partner nach einem Neuanfang anfühlt, empfiehlt es sich, die Wohnung zu verändern - zum Beispiel durch eine neue Wandfarbe oder einige neue, gemeinsam ausgesuchte Möbel. Auch in rechtlicher Hinsicht muss sich das Paar einigen. So kann der einziehende Partner zum Beispiel einen Untermietvertrag erhalten oder er wird in den Mietvertrag als zweiter Hauptmieter aufgenommen. Ist der Partner der Wohnungseigentümer, kann er dem anderen ein Wohnrecht gewähren. Allerdings ist von einem lebenslangen Wohnrecht eher abzuraten: Auf der sicheren Seite ist der Wohnungseigentümer im Falle einer Trennung, wenn er lediglich ein befristetes Wohnrecht gewährt hat. Generelle Informationen rund um die Rechte und Pflichten in Bezug auf das Wohnrecht gibt es hier.

Möbel und andere Einrichtungsgegenstände: Aus 2 wird 1

Zwar ist es generell empfehlenswert, die neue Wohnung auch neu einzurichten, doch nicht immer lassen die gemeinsamen Finanzen dies zu. Zudem gibt es ohnehin vieles doppelt - Betten, Geschirr und Besteck, Sofas und andere Möbel -, wenn zwei Haushalte zusammengelegt werden. In dieser Situation stellt sich eher die Frage, wer was in die neue Wohnung mitbringt. Wichtig ist, dass beide Partner kompromissbereit sind. Vielleicht hängt der eine Partner besonders an einer Kommode, die seiner Großmutter gehörte. Dafür darf der andere dann seinen geliebten Sessel mit in die neue Wohnung bringen.

Finanzen: Ausgaben gerecht aufteilen

Das Thema Finanzen ist keinesfalls zu unterschätzen, wenn man zusammenzieht und sich in der Folge viele Ausgaben teilt. Am einfachsten ist es, die anfallenden Kosten durch zwei zu teilen. Hierfür empfiehlt es sich, ein Gemeinschaftskonto zu eröffnen, auf das jeder monatlich einen bestimmten Betrag überweist. Davon werden zum Beispiel Miete, Nebenkosten, Strom, gemeinsame Reisen und Ähnliches bezahlt. Ein Haushaltsbuch kann sinnvoll sein, um laufende Ausgaben etwa für Lebensmittel im Blick zu behalten. Für viele Paare hat es sich als sehr praktisch erwiesen, ein Gemeinschaftskonto für die gemeinsamen Ausgaben und zusätzlich zwei getrennte Konten zu besitzen. So kann jeder entscheiden, wofür er sein Geld ausgibt, und es kommt nicht zum Konflikt, weil einer beispielsweise gerne shoppen geht, während der andere am liebsten alles für eine große Reise sparen möchte. Flickr Portrait of beautiful young couple enjoying nature on a mountain background. Artem Bali CC0 1.0 Öffentliche Domäne

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