Jochen Röttgermann (rechts) und Stefan Heim (Mitte) müssen gehen – im VfB-Vorstand bleibt damit nur Thomas Hitzlsperger übrig. Foto: Pressefoto Baumann

Das Stühlerücken hat begonnen: Der Aufsichtsrat des VfB Stuttgart hat mit sofortiger Wirkung die Vorstände Stefan Heim und Jochen Röttgermann abberufen. Es werden nicht die letzten Führungskräfte bleiben, denen die Datenaffäre zum Verhängnis wird.

Stuttgart - Gut eine Stunde nach dem 1:1 gegen Hertha BSC hat der Aufsichtsrat des VfB Stuttgart die Hauptnachricht dieses Samstags verkündet: Mit sofortiger Wirkung werden der Finanzvorstand Stefan Heim und der Marketingvorstand Jochen Röttgermann abberufen. Diese Entscheidung fiel in einer außerordentlichen Sitzung des Kontrollgremiums im Vorfeld des Bundesligaspiels einstimmig.

Der Aufsichtsrat um seinen Vorsitzenden Claus Vogt reagierte damit auf die (noch unveröffentlichten) Ergebnisse des Abschlussberichts zur Datenaffäre, in die Heim und Röttgermann maßgeblich involviert gewesen sein sollen. Über die Nachfolge der beiden langjährigen VfB-Vorstände solle „kurzfristig beraten“ werden. Gerüchteweise wird bereits Alexander Wehrle als möglicher neuer Finanzchef gehandelt. Der 46-Jährige ist derzeit Geschäftsführer des 1. FC Köln und war zuvor lange beim VfB tätig.

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„Uneingeschränktes Vertrauen“ sprach der VfB-Aufsichtsrat dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger aus, dem „rechtskonformes Vorgehen bei der Aufklärung der Datenschutzaffäre“ bescheinigt wird. Hitzlsperger werde nun „schnellstmöglich“ weitere Personalentscheidungen treffen. Als sehr wahrscheinlich gilt, dass neben Heim und Röttgermann auch der Kommunikationschef Oliver Schraft, Marketingleiter Uwe Fischer und Rainer Mutschler, einer der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und Mitglied des Präsidiums, ihre Posten räumen müssen.

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