Gegenspielerin Swetlana Tichanowskaja: die mit der Faust Foto: dpa/Sergei Grits

Machthaber Alexander Lukaschenko droht vor seiner Wiederwahl der Opposition und Kandidatin Swetlana Tichanowskaja ganz offen mit Gewalt.

Minsk - Leere Worte sind nicht die Sache des Alexander Lukaschenko. Wenn der belarussische Präsident seine Widersacher warnt, dann ist er auch bereit zu handeln. So war es bislang immer, am dramatischsten im Winter 2010. Damals ließ Lukaschenko, der seit 1994 mit diktatorischer Machtfülle in Minsk regiert, tausende Demonstranten von Sonderpolizisten niederknüppeln. Mit Ansage. Die Anführer der Opposition saßen danach jahrelang im Gefängnis. Die Lage ist deshalb ernst, wenn Lukaschenko seinen politischen Gegnern in diesen Tagen immer wieder vorwirft, im Zentrum der Hauptstadt Minsk „ein Massaker zu organisieren“. Die Staatsmacht sei darauf vorbereitet und werde zurückzuschlagen. „Wir werden euch das Land nicht übergeben. Wir lieben es, und was man liebt, gibt man nicht her.“

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