Gepflasterte Parkplätze plus gepflasterte, aber lädierte Zufahrt: So hat der Parkplatz an der Häfnergasse noch vor kurzem ausgesehen. Foto: Bulgrin - Bulgrin

Das Pflaster auf der Zufahrt zu den Parkbuchten fliegt raus, dafür kommt Asphalt rein. Die Stadt lässt derzeit den Parkplatz Häfnergasse sanieren. Die Straße selbst folgt im August.

PlochingenDass es um viele Plochinger Straßen nicht gut bestellt ist, wird weder vom Gemeinderat noch im Rathaus bestritten. Umso wichtiger sind die Ergebnisse des Verkehrsgutachtens, das der Gemeinderat vor kurzem in Auftrag gegeben hat. Denn das soll klären, welche Straßen künftig welche Funktionen übernehmen sollen und wie sie dann dementsprechend gestaltet werden müssen. In drei Bereichen, für die keine gravierenden Veränderungen zu erwarten sind, wird jetzt schon beziehungsweise noch in diesem Jahr investiert: in den Parkplatz an der Häfnergasse, in die Häfnergasse selbst sowie in den östlichen Abschnitt der Wiesbrunnenstraße.

Für den Parkplatz an der Häfnergasse nimmt die Stadt etwa 100 000 Euro in die Hand. Dort sind die Handwerker seit der vergangenen Woche daran, die Pflastersteine der Fahrbahn herauszunehmen mit dem Ziel, dort Asphalt aufzubringen. Der Parkplatz ist 2007 neu gestaltet worden, das zulässige Gesamtgewicht für die Fahrzeuge, die ihn nutzen, wurde auf 2,5 Tonnen begrenzt. Woran sich offenbar manche Fahrer nicht gehalten haben. Jedenfalls ist die bislang gepflasterte Fahrbahn zwischen den ebenso gepflasterten Parkplätzen zu einer Dellen- und Hügellandschaft mutiert. Deshalb wird die Fahrbahn jetzt asphaltiert, die Parkplätze selbst müssen nicht saniert werden und behalten ihre Pflastersteine. In etwa zwei Wochen wollen die Handwerker fertig sein.

Herausforderung für die Anlieger

Voraussichtlich von August bis November ist die Häfnergasse dann selbst an der Reihe. Das wird für die Anlieger zur Herausforderung. Denn im Verbandsbauamt befürchtet man, dass die Straße zwischen zehn und zwölf Wochen gesperrt werden muss. Der schlechte Zustand macht es nötig: Die Oberfläche zeigt zahlreiche Flicken, die Stromkabel werden erneuert, leere Rohre für den Breitbandausbau sollen eingezogen werden. Und wenn man schon aufreißt, schaut man sicherheitshalber nach dem Zustand der Wasser- und Gasleitungen, erläutert Joachim Kohler vom Verbandsbauamt. Weil der Straßenzug dafür teilweise quer aufgerissen werden muss, sind Teilsperrungen voraussichtlich nicht machbar, befürchtet Kohler. Der Kostenumfang der Gesamtmaßnahme liegt derzeit bei rund 315 000 Euro.

575 000 Euro werden voraussichtlich zwischen Juli und Dezember im oberen Bereich der Wiesbrunnenstraße zwischen der Kreuzung mit der Moltke- und der Einmündung in die Hindenburgstraße verbaut. Der Abschnitt wird größtenteils zu einem verkehrsberuhigten Bereich umgestaltet– aber nicht als Spiegelbild des durchgepflasterten unteren Straßenabschnitts. Stattdessen wird sich eine neue, drei Meter breite Asphaltspur nach oben ziehen, flankiert auf beiden Seiten von Pflasterstreifen. Zudem werden auf der rechten Seite bergaufwärts gesehen auch wieder Parkplätze ausgewiesen. Im Verbandsbauamt legt man Wert darauf, dass der gesamte Raum in einem verkehrsberuhigten Bereich allen Verkehrsteilnehmern gehört. Sprich: die Asphaltflächen sind nicht nur den Autos vorbehalten, der Fußgängerverkehr ist nicht auf die schmalen Pflasterstreifen beschränkt. Im Zuge der Bauarbeiten wird die Wiesbrunnenstraße in diesem Abschnitt zur echten Einbahnstraße. Bislang konnten die Anwohner auch bergabwärts ihre Garagen verlassen – das geht künftig nicht mehr. Die Verkehrsinsel mit dem Baumstumpf an der Einmündung der Wiesbrunnen- in die Hindenburgstraße wird abgerissen. Der Baum, der sie einst zierte, war nicht mehr verkehrssicher und musste – unabhängig von der anstehenden Umgestaltung – gefällt werden. Laut Verbandsbauamt soll links und rechts der Einmündung jeweils ein neuer Stamm gesetzt werden. Im Zuge der Sanierung sollen auch die Wasserleitung, der Kanal und die Straßenleuchten erneuert werden. Und wie in der Häfnergasse werden auch in der Wiesbrunnenstraße schon einmal leere Rohre für die künftige Breitbandversorgung eingebaut. Zudem werden Stromkabel mitverlegt.

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