Friedhöfe sind nicht nur Ruhestätten für Tote. Im städtischen Haushalt sind sie auch ein Kostenfaktor. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Friedhofsgebühren in Denkendorf steigen ab 2026. Der Trend zu Urnengräbern und Investitionen in die Friedhofskapelle beeinflussen die neuen Kosten.

Immer mehr Verstorbene werden in einem Urnengrab beigesetzt. Dieser Trend zur Feuerbestattung und die Verlängerung des Vertrags mit dem Bestattungsinstitut Homburg, das in Denkendorf die Bestattungsdienste versieht, machte laut Gemeinde die Neukalkulation der Bestattungsgebühren notwendig.

Derzeit finden auf dem Friedhof nur noch etwa 20 Prozent Erdbestattungen und 80 Prozent Feuerbestattungen statt. Zudem wurde seit 2013 viel Geld in die Sanierung der Friedhofskapelle gesteckt. Die Kosten für diese Maßnahmen schlagen sich ebenfalls in der Kostenkalkulation nieder. Der Gemeinderat hat die neuen Bestattungsgebühren jetzt verabschiedet.

Kostendeckung bleibt hinter Erwartungen zurück

Das Friedhofs- und Bestattungswesen ist nach den gültigen Bestimmungen eine sogenannte kostenrechnende Einrichtung, die über Gebühreneinnahmen finanziert werden soll. Zuletzt waren die Gebühren zum Jahresanfang 2023 erhöht worden. Ziel war es, einen Kostendeckungsgrad von 70 Prozent zu erreichen. 2024 ergab sich laut Kommune allerdings nur eine Kostendeckung von rund 46 Prozent.

Die neuen Gebühren gelten ab 2026 und verzeichnen je nach Bestattungsart Steigerungen für die Grabnutzung zwischen gut 14 und weniger als ein Prozent. Bei der Bestattungsgebühr beträgt die Erhöhung zwischen gut 13 und knapp zwei Prozent. Hier wurden nicht nur die Bestattung von Sternenkindern sondern auch die Urnenbeisetzung im Baumbestattungsfeld als weitere Kategorien aufgenommen. Das neue Angebot der Baumgräber erfreut sich großer Beliebtheit. Bereits in den ersten zwei Jahren fanden dort 44 Bestattungen statt. urh