Stephanie Danner. Foto: Bulgrin - Bulgrin

Was es mit dem Verhören auf sich hat und welcher Unsinn dabei herauskommt.

EsslingenWas zur Hölle wird da eigentlich gesungen? Das denkt sich vermutlich fast jeder einmal, wenn er einen Song hört, den Text aber nicht richtig entziffern kann. Ohne Englischkenntnisse hat man mit Agathe Bauer („I got the Power“) oder Anneliese Braun („All the leaves are brown“) gegrölt und so völligen Nonsens von sich gegeben. Das Phänomen existiert auch in der Muttersprache. Vor Jahren wurde dank Autor Axel Hacke „Der weiße Neger Wumbaba“ einem größeren Publikum bekannt. Er entstammt einem netten Verhörer aus dem Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“, in dem „die weißen Nebel wunderbar“ besungen werden. Auch im Hause der Autorin kann man die Sechsjährige gelegentlich singen hören: „Spiel es Frieda und Frieda“. Vielleicht eine Aufforderung an die beiden Friedas im Kindergarten? Des Rätsels Lösung läuft dann aber im Radio: „Ey da müsste Musik sein / Überall wo du bist / Denn wenn es am Schönsten ist / Spiel es wieder und wieder“. Meint Sänger Wincent Weiss. Und ich sage dem Sender: „Arrivederci“. Das heißt nämlich Danke auf Englisch. Hat ein anderer Sechsjähriger im Brustton der Überzeugung erklärt.

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