Die Aufträge für die Elektroinstallation und die Installation der Heizungsanlage wurden für die neue Unterkunft für Geflüchtete vergeben. Foto: Markus Brändli

In Ruit entsteht eine neue Unterkunft für Geflüchtete. Welche Fortschritte der Bau macht und wann die ersten Bewohner einziehen könnten.

In der Brunnwiesenstraße in Ruit wird derzeit die Unterkunft für Geflüchtete neu errichtet. Der Ausschuss für Technik und Umwelt (ATU) hat jetzt die Arbeiten für die Elektro- sowie die Heizungsinstallation vergeben. Die Bauarbeiten auf dem Gelände der Unterkunft für Geflüchtete in der Brunnwiesenstraße gehen nach Auskunft der Sprecherin von Ostfildern, Tanja Eisbrenner, zügig voran.

Die Bodenplatten seien bereits fertig, die Fundamentierung ebenso, an manchen Stellen entstehen die Wände für das Erdgeschoss. Bis Ende des Jahres sollen die beiden zweigeschossigen Gebäude mit insgesamt 55 Wohneinheiten fertiggestellt sein. Die ersten Bewohner könnten somit Anfang 2027 dort einziehen.

ATU vergibt Aufträge für Ruiter Flüchtlingsunterkunft

Der ATU hat in seiner jüngsten Sitzung ohne weitere Diskussion zwei Gewerke für den Innenausbau vergeben. Ein Unternehmen aus Stuttgart erhielt den Auftrag zur Erstellung der kompletten Elektroinstallation in den beiden Häusern. Die Auftragssumme umfasst etwa 316 000 Euro, die Arbeiten werden damit um etwa 18 Prozent günstiger als eingeplant. Der Auftrag für die Installation der Heizungsanlage wurde für rund 232 000 Euro, etwa 20 Prozent günstiger als geplant, an einen Fachbetrieb aus Köngen vergeben. Er beinhaltet die Installation von zwei Luft-Wärmepumpen und den Aufbau des Leitungsnetzes in beiden Häusern. Die Wohneinheiten werden mit einer Fußbodenheizung ausgestattet.

Der Neubau war notwendig geworden, da die Unterkunft, die dort im Jahr 2015 vom Landkreis als Erstunterkunft für Geflüchtete errichtet worden war, abgewohnt und nach wirtschaftlichen Erwägungen nicht mehr sinnvoll zu sanieren war. Für das Gebäude, das die Stadt im Jahr 2018 erworben hatte, musste allerdings ein Ersatzbau geschaffen werden, um die vom Landkreis geforderten Unterbringungszahlen nachweisen zu können.

Bis Ende des Jahres sollen die beiden zweigeschossigen Gebäude mit insgesamt 55 Wohneinheiten fertiggestellt sein. Foto: Markus Brändli

Entspannung bei Geflüchteten-Zahlen in Ostfildern

Dabei sei allerdings eine gewisse Entspannung festzustellen, so Eisbrenner. Im vergangenen Jahr wurden 82 Personen in der Stadt untergebracht. Das seien deutlich weniger als das Soll von 152 Geflüchteten. Hinzu kämen noch 35 Menschen, die im Rahmen des Familiennachzugs nach Ostfildern gezogen seien. Auf der Grundlage der vom Land Baden-Württemberg für das Jahr 2025 gemeldeten Zahlen rechnet man in Ostfildern für 2026 mit etwa 130 Menschen, die in der Stadt aufgenommen werden müssten.

Insgesamt mussten im Jahr 2025 in den städtischen Unterkünften etwa 200 Personen untergebracht werden. Dem gegenüber sind rund 250 Bewohner aus den Unterkünften ausgezogen.