Die Golf-Airline sieht großes Potenzial für Langstreckenflüge ab Stuttgart und will rasch starten, falls Berlin die Verkehrsrechte gewährt. Ein Durchbruch blieb zuletzt jedoch aus.
Die Hoffnung auf einen schnellen Durchbruch für neue Langstreckenflüge der Fluggesellschaft Emirates ab dem Flughafen Stuttgart hat sich vorerst nicht erfüllt. Bundeskanzler Friedrich Merz war Anfang Februar in der Golfregion unterwegs – eine Einigung über zusätzliche Verkehrsrechte für die Fluggesellschaft Emirates kam dabei jedoch nicht zustande.
Nach Angaben der Bundesregierung bleibt das Thema dennoch auf der Agenda. „Die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrs ist ein wichtiger Bestandteil zur Wiederbelebung von Wachstum und wirtschaftlicher Dynamik in Deutschland“, erklärt eine Regierungssprecherin auf Anfrage. Man arbeite „intensiv daran, die Möglichkeiten internationaler Flugverbindungen von und nach Deutschland zu erweitern“. Die Vereinigten Arabischen Emirate wünschten sich einen Ausbau der Verbindungen, weshalb „auch das Thema Landerechte – neben vielen anderen Themen – angesprochen wurde“.
Seit Monaten bemühen sich im Südwesten Landesregierung, Flughafengesellschaft und Wirtschaft darum, zusätzliche Verkehrsrechte zu erreichen, damit Emirates neben Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg auch weitere deutsche Flughäfen ansteuern kann. Dabei steht Stuttgart in einem direkten Wettbewerb mit dem Flughafen in Berlin. Auch die Hauptstadt und deren Umland bemüht sich um neue Verbindungen.
Mehrfach hatten sich aber auch Vertreter aus Baden-Württemberg mit Schreiben an das Kanzleramt und unter Hinweis auf die starke Exportwirtschaft im Südwesten für Verkehrsrechte für Emirates in Stuttgart stark gemacht. Schlussendlich muss das Bundesverkehrsministerium darüber entscheiden.
Emirates hat Interesse an Verbindungen nach Stuttgart
Emirates selbst bekräftigt weiterhin sein Interesse. „Emirates ist fest überzeugt vom deutschen Markt und vom Potenzial Stuttgarts für erfolgreiche Langstreckenflüge“, teilt ein Sprecher mit. Aufgrund der wirtschaftlichen Stärke der Region sehe man „eine starke Nachfrage im Passagier- und Frachtbereich“. Das Unternehmen setzt sich nach eigenen Angaben „seit vielen Jahrzehnten“ dafür ein, die Flughäfen Berlin und Stuttgart ins Streckennetz aufzunehmen. Voraussetzung sei jedoch, dass die Bundesregierung zusätzliche Verkehrsrechte über das bestehende bilaterale Abkommen hinaus gewährt. Sollte dies geschehen, würde man den Flugbetrieb „so bald wie möglich aufnehmen“. Details zu Frequenzen oder eingesetzten Flugzeugen würden erst näher am Starttermin festgelegt.