Jüngst trafen sich unterschiedlichste Vertreter von großen und mittelständischen Unternehmen der Region Stuttgart in der Staatsgalerie Stuttgart. Sie alle treibt um, wie man den Auswirkungen der digitalen Transformation in den Unternehmen und den damit einhergehend ständig wandelnde Prozesse und neuen Herausforderungen erfolgreich begegnen kann. Die beteiligten Unternehmen wollen Industrie 4.0 mitgestalten. Ihre Ideen, Anforderungen und Anregungen dazu brachten sie im Rahmen des Entwicklungsworkshops des Projekts „F4DIA - Fit für die digitalisierte Arbeitswelt“, aktiv ein.

F4DIA ist ein durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau gefördertes Weiterbildungsprojekt und Teil der Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg. Projektleiter ist das GARP Bildungszentrum für die IHK Region Stuttgart Mit den Partnern Trumpf GmbH und Co. KG, dem Verein zur Förderung der Berufsbildung, der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung an der PH Ludwigsburg und der Staatsgalerie Stuttgart wird die Digitalisierung mit Blick auf die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen sowie die Beschäftigungsfähigkeit des Einzelnen durch berufliche Weiterbildung gefördert. Es geht um fachliche und methodische Inhalte und um Motivation. Die zentralen Herausforderungen, die es dabei zu bewältigen gilt sind: Wer, was und wie ist mit Blick auf die Digitalisierung in Unternehmen zu qualifizieren? Wie verändern sich die Formen und Methoden der Beruflichen Weiterbildung? Wie können betroffene Beschäftigte beteiligt und in andere Aufgaben gebracht werden?

Um die Unternehmen und ihre Mitarbeiter für die digitalisierte Arbeitswelt fit zu machen, wurde zunächst eine Bestandsaufnahme des Ist-Zustands der kleineren und mittleren Unternehmen in Bezug auf die Digitalisierung gemacht. Diese Erkenntnisse werden im nächsten Schritt für die Entwicklung eines IHK-zertifizierten Qualifizierungsprogramms zum Multiplikator der Industrie 4.0 und dessen Erprobung in der Praxis verwendet. Unter der Moderation von Dr. Oliver Küster (PH Ludwigsburg) wurden durch Assoziationsrunden, Gruppendiskussionen und schließlich in einem Lerngarten, indem die Unternehmen die Projektpartner besser kennen lernen konnten, die Themen, Wünsche und Bedarfe der beteiligten Unternehmen herausgearbeitet. Erarbeitet wurden hier beispielsweise Fragen zu den wahrgenommenen Chancen durch die Digitalisierung oder die sich daraus ergebenden Weiterbildungsbedarfe. Am Ende zogen alle Beteiligten an dem Workshop eine positive Bilanz. Ab Januar 2018 startet der erste Pilotdurchgang mit Teilnehmern von zehn bis 15 Unternehmen aus dem Großraum Stuttgart.

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