Die geschäftsführenden Inhaber Susanne Kunschert und ihr Bruder Thomas Pilz. Foto: Screenshot EZ

Schon 2019 gab es einen starken Umsatzrückgang bei dem Ostfilderner Unternehmen. Trotz der Corona-Krise ist man bei Pilz verhalten optimistisch.     

Kreis Esslingen - Die Automatisierungsspezialist Pilz hat am Donnerstag bekräftigt, dass er die Corona-Krise ohne Personalabbau überstehen möchte. Allerdings rechnen die geschäftsführenden Inhaber Susanne Kunschert und ihr Bruder Thomas Pilz nicht damit, die Phase der Kurzarbeit im Werk Ostfildern rasch beenden zu können. „Wir hoffen, dass wir die Kurzarbeit zum Jahresende wieder auslaufen lassen können“, sagte Pilz auf der virtuellen Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2020. Die meisten der etwa 1100 Beschäftigten im Werk Nellingen arbeiten zu 20 Prozent kurz. Bereits im vergangenen Jahr musste Pilz erstmals seit 2009 wieder einen Umsatzrückgang verzeichnen. Der Umsatz sank im Vergleich zu 2018 um 6,5 Prozent auf 322,5 Millionen Euro. Der Grund dafür waren die schwächelnde Konjunktur und ein massiver Hackerangriff im Herbst 2019 (die EZ berichtete). Zum Ergebnis wurden keine Angaben gemacht. „2019 war für Pilz ein schwieriges Jahr“, sagte Susanne Kunschert. Nach wirtschaftlichem Abschwung und der Cyberattacke komme nun noch die Corona-Krise hinzu. 


Als Reaktion auf sinkende Auftragszahlen hatte das Unternehmen schon vergangenen September am Stammsitz Ostfildern Kurzarbeit eingeführt, die immer noch läuft. Mitte Oktober verschafften sich dann Hacker Zugang zu den Computersystemen und legten sie lahm. Rund zwei Wochen lang ruhte weltweit der Betrieb bei Pilz. Die Zahl der Mitarbeiter habe man trotzdem konstant halten können, so Kunschert. Weltweit arbeiten gut 2500 Menschen für die Gruppe mit 42 Tochterunternehmen, davon  1130 in Deutschland. Mit den Erwartungen für 2020 bleibe man zurückhaltend, aber insgesamt dennoch optimistisch, hieß es. 

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