Schulische Bildung hat laut Bürgermeister Ralf Barth trotz klammer Kasse einen hohen Stellenwert in Denkendorf. (Im Bild: die Mensa der Albert-Schweitzer-Schule) Foto: urh

Der Denkendorfer Haushaltsplan für 2026 sieht wesentlich geringere Investitionen vor als 2025. Dennoch hat die Gemeinde einige wichtige Projekte geplant.

Vieles geht noch in Denkendorf, auch wenn die finanziellen Spielräume enger werden. Das zeigt der Entwurf des Haushaltsplanes für 2026, den der Bürgermeister Ralf Barth und die Kämmerin Beate Ludwig in den Gemeinderat eingebracht haben.

Den Einnahmen von 35,1 Millionen Euro stehen Ausgaben von 36,9 Millionen Euro gegenüber – ein Minus von 1,8 Millionen. Dieses müsse aus den Rücklagen ausgeglichen werden, erklärte Ludwig. Barth zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass zum Jahresende, wie schon 2025, dann doch noch ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht werden könne. Das hänge von vielen Faktoren ab, unter anderem von den Gewerbesteuereinnahmen, Personal- oder Dienstleistungskosten. Immerhin kommt die Kommune auch in diesem Haushaltsjahr ohne Kreditaufnahmen und Steuererhöhungen aus. Auch auf die Einführung der Grundsteuer C für unbebaute, aber baureife Grundstücke, wird verzichtet. Zudem ist die Gemeinde seit Langem schuldenfrei und verfügt zum Jahresende vermutlich über liquide Mittel in Höhe von 18,2 Millionen Euro.

Höchste Investition: Das neue Wohngebiet Wasserreute

Mit 6,3 Millionen Euro investiert Denkendorf in diesem Jahr gut zehn Millionen weniger als im Vorjahr. Das zeige, dass die großen Bauprojekte der vergangenen Jahre überwiegend fertiggestellt seien, so Barth. Zu den größten Investitionen gehören die Erschließung des neuen Wohngebiets Wasserreute mit rund 750 000 Euro und der Umbau des Albrecht-Bengel-Kindergartens, für den circa 500 000 Euro veranschlagt sind. 450 000 Euro sollen in die Sanierung des Freibads gesteckt werden. Andererseits sollen über Grundstücksverkäufe in der Wasserreute rund 1,3 Millionen Euro in die kommunale Kasse fließen.

Sanierungsmaßnahmen wie etwa im neuen Sanierungsgebiet „Mittlere Ortsmitte“, die Kinderbetreuung und die schulische Bildung haben laut Barth einen hohen Stellenwert in der kommunalen Arbeit.

Der Etat wird nun im Verwaltungsausschuss beraten. Die Generaldebatte und die Verabschiedung des Zahlenwerks sind für den 23. Februar geplant.