Seit Oktober 2024 war an der Hauptverbindung in Richtung Stetten ununterbrochen gearbeitet worden. Foto: Caroline Holowiecki

Nach mehr als einem Jahr Bauzeit können wieder Autos zwischen Plattenhardt und Stetten fahren. Die Stuttgarter Straße ist freigegeben. Warum haben die Arbeiten so lange gedauert?

Es ist vollbracht. Nach mehr als einem Jahr Bauzeit ist die Stuttgarter Straße in Plattenhardt wieder für den Verkehr freigegeben. Seit dem Oktober 2024 war an der Hauptverbindung in Richtung Stetten ununterbrochen gearbeitet worden. Fahrzeuge mussten teils weite Umwege in Kauf nehmen. Ortskundige wiederum suchten sich ihre Wege durchs Wohngebiet, was wiederum bei der Anwohnerschaft für viel Verdruss sorgte. Erst hieß es, im Juli werde alles fertig sein. Dann rutschte die geplante Eröffnung der Strecke auf Anfang oder Mitte Oktober, schließlich ist es dann aber Ende November geworden. In Summe wurde vier Monate länger gebaut als angekündigt.

Gemacht wurde in der Zeit so einiges. Die umfangreiche Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahme zwischen den Einmündungen in die Nordheim- und die Schwalbenstraße war laut dem Tiefbauamt eines der größten Infrastrukturprojekte in den letzten Jahren. Neben der Erneuerung der Gas-, Wasser- und Stromleitungen und dem Ausbau des Glasfasernetzes und der Straßenbeleuchtung stand die Komplettsanierung der Fahrbahn und der Gehwege an.

Ein neuer Stadtbaum und eine kleine Grünfläche

Zudem wurden Bushaltestellen barrierefrei umgebaut, modernisiert und mit begrünten Dächern ausgestattet. Apropos grün: Auch sonst wurde bei der Maßnahme an die Natur gedacht. „Mit einem neuen Stadtbaum und einer kleinen Grünfläche wird die Stuttgarter Straße nicht nur schöner, sondern auch klimafreundlicher. Der Baum spendet Schatten, verbessert die Luftqualität und trägt zur Abkühlung in heißen Sommern bei“, teilt das Tiefbauamt mit. Platziert wurde er am Busstopp Driefbrunnen. „Dort kommt noch eine Tafel hin, die drauf hinweist, dass dort früher ein alter Brunnen war“, sagt Klaus Pascher, der Tiefbauamtsleiter.

Das Projekt wurde in drei Bauabschnitten bewerkstelligt. Unterwegs wurden die Arbeiten immer wieder zeitlich zurückgeworfen. „Ursachen hierfür sind witterungsbedingte Verzögerungen, baubedingte Umdisponierungen sowie nicht vorhersehbare Rahmenbedingungen im Bestand“, erklärte Michael Wegmann, der Abteilungsleitung Straßenbau und Verkehrstechnik, bereits im Sommer im Gespräch mit unserer Zeitung.

„Bei vielen Maßnahmen, bei denen man im Untergrund gräbt, stößt man auf Unvorhergesehenes“, sagt Klaus Pascher nun nach Abschluss der Arbeiten, das sei auch hier der Fall gewesen – und habe Zeitverluste und Mehrkosten gebracht. Die neuen Buswartehäuschen seien verspätet geliefert worden, dann habe der Frost in der vergangenen Saison zu Unterbrechungen geführt. Zwei einsturzgefährdete Mauern mussten saniert beziehungsweise neu errichtet werden, auch das führte zu Verzögerungen. Klaus Pascher sagt: „Die Summe ist es halt.“