An der Philipp-Matthäus-Hahn-Gemeinschaftsschule hat es gebrannt. OB Nico Lauxmann will städtische Einrichtungen künftig besser schützen. Foto: Werner Kuhnle

Nach dem Schulbrand in Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg) zeigt sich OB Lauxmann erschüttert. „Mit aller Konsequenz“ will er nun vorgehen und hat eine Belohnung ausgelobt.

Im Nachgang zur mutmaßlichen Brandstiftung am Samstagabend in der Philipp-Matthäus-Hahn-Gemeinschaftsschule in Kornwestheim hat sich nun Oberbürgermeister Nico Lauxmann zum Vorfall geäußert. Gemeinsam mit seinem Ersten Bürgermeister Daniel Güthler sei er noch am Samstagabend vor Ort gewesen, um sich persönlich ein Bild von der Lage und den Schäden zu machen.

Nach Angaben der Polizei hatten sich die noch unbekannten Täter Zutritt zu dem Haus verschafft, indem sie eine Fensterscheibe einschlugen. Anschließend drangen sie ins zweite Obergeschoss vor, wo sie an drei Stellen Feuer legten, berichtet der Kornwestheimer Feuerwehrkommandant Matthias Häußler.

Noch kann die Stadt nichts zur genauen Höhe des Schadens sagen, aber ein Gutachter soll zeitnah die Schäden bewerten. Der Fachbereich Hochbau und Gebäudetechnik will sich ebenfalls umgehend einen Eindruck verschaffen und gemeinsam mit einer Fachfirma daran arbeiten, dass die Schüler möglichst schnell wieder alle Bereiche des Gebäudes nutzen können. Dies lässt sich erst nach einer genauen Begutachtung abschätzen. Laut Häußler ist ein Lagerraum komplett ausgebrannt.

Die Truppe von Feuerwehrkommandant Matthias Häußler hat Schlimmeres verhindert. Foto: Peter Mann

3000 Euro Belohnung für Hinweise

„Dieser Vorfall ist erschütternd und macht mich fassungslos. Dass jemand vorsätzlich in eine Schule einbricht und mutwillig solche Schäden anrichtet, ist für mich unbegreiflich und absolut inakzeptabel“, sagt OB Lauxmann. „Als Stadtverwaltung werden wir ein solches Verhalten weder dulden noch tolerieren und mit aller Konsequenz dagegen vorgehen.“ Um die Ermittlungen der Polizei zu unterstützen, hat die Stadt Kornwestheim eine Belohnung in Höhe von 3000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgelobt.

Bereits vor diesem Vorfall habe die Stadtverwaltung begonnen, neue Konzepte zum Schutz der öffentlichen Einrichtungen zu entwickeln. Hintergrund ist die neue gelockerte Rechtsgrundlage rund um die Videoüberwachung. „Wir werden diese neuen Möglichkeiten in unserem Ermessen, aber immer in enger Abstimmung mit unseren politischen Gremien, im größtmöglichen Umfang nutzen und Maßnahmen ergreifen, um den Schutz unserer Einrichtungen weiter zu verbessern“, erklärt Lauxmann.

Hinweise können direkt der Polizei unter Telefon 0800/1100225 oder per E-Mail an hinweise.kripo.ludwigsburg@polizei.bwl.de gemeldet werden.