Wird es eine Außengastronomie vor der Oper geben? Nicht, wenn es nach dem Linksbündnis geht. Foto: dpa/Weißbrod

Das Linksbündnis im Stuttgarter Gemeinderat stellt die Idee einer Gastronomie vor der Oper in Frage und verweist auf den Fahrradclub ADFC, der derzeit keine Lösung für die Verlegung des dortigen Radwegs sieht.

Das Linksbündnis im Stuttgarter Gemeinderat fordert die Stadt in einem Antrag auf, die geplante Außengastronomie vor der Oper im Schlossgarten nur dann zu genehmigen, „wenn eine tragfähige und sichere Lösung für die Verlegung der Hauptradroute 1 gefunden ist“. Einschränkungen beim Fahrradverkehr dürfe es an dieser Stelle nicht geben. Der Antragsentwurf wurde auch SPD, Grünen und der Fraktionsgemeinschaft Puls zur Mitzeichnung vorgelegt. Damit wäre eine Realisierung des Projekts zumindest in diesem Sommer nicht möglich.

Keine Umleitung über die B 14

Aktuell ist keine Alternative in Sicht, wie einer Stellungnahme des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) zu entnehmen ist. Die Umleitung des Radverkehrs über die B 14 sei laut Straßenverkehrsbehörde derzeit nicht möglich, heißt es in dem Bericht. Die Privatstraße neben dem Kulissengebäude sei für den Radverkehr wegen des Lkw-Anlieferverkehrs nicht sicher. Auch die Führung des Radverkehrs am Eckensee entlang (Außengastronomie vor der Oper) und eine umgekehrte Variante (wie bisher geplant) würden den Rad- und Fußverkehr auf inakzeptable Weise einschränken. Das Linksbündnis fühlt sich zur Antragsstellung aufgerufen, weil OB Frank Nopper (CDU) auf Facebook „eine praktikable Lösung“ eingefordert hatte, „welche die Außengastronomie und den Fahrradverkehr ermöglicht“.

Mehrheit für Gastro – eigentlich

Im Gemeinderat gibt es – vorbehaltlich einer Lösung für den Radverkehr – eine große Mehrheit für eine Sommer-Außengastronomie vor dem Operngebäude mit einer Veranstaltungsbühne. Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik sprachen sich bis auf das Linksbündnis alle Fraktionen für das Vorhaben aus, obwohl es für die technische Infrastruktur mehrerer Container bedarf. Ziel ist es, Tische und Stühle für 144 Gäste vor dem Littmann-Bau aufzustellen und die Fläche bis 22 Uhr zu bewirtschaften.