Zu weit unten: Deshalb werden solche Verbotsschilder nicht beachtet, meinen Heinz Möller und seine Gattin Dagmar. Foto: Eva Funke

Immer wieder ist in Stuttgart zu beobachten, wie Enten und andere Wasservögel vom Ufer aus gefüttert werden. Eine falsch verstandene Tierliebe, welche die Tiere krank macht und sie das Leben kosten kann.

Kaum stehen Passanten am Ufer des Feuersees, schwimmen Enten und Schwäne auf sie zu. Sie sind es längst gewöhnt, dass dann Futter im See landet. Und tatsächlich: Vier Japanerinnen zerbröseln ihre Brezeln, werfen die Brocken ins Wasser – und machen Urlaubsfotos von der Szene. Doch nicht nur das Füttern von Tauben, sondern auch das Füttern von Wasservögeln ist per Rechtsverordnung des Gemeinderats in Stuttgart untersagt worden. Das wussten die Japanerinnen allerdings nicht. Die Verbotsschilder haben sie übersehen. „Kein Wunder, die hängen zu weit unten am Geländer, auf Augenhöhe eines Fünfjährigen. Und die Piktogramme sind winzig klein,“ sagt Dagmar Wernecke-Möller. Die 85-Jährige und ihr Mann Heinz wohnen direkt am Feuersee und beobachten täglich, wie das Fütterverbot missachtet wird. „Die Leute kommen nicht nur mit Tüten voll Brot und Füttern die Tiere. Sie werfen auch Küchenabfälle in den See“, klagt Heinz Möller. Er und seine Frau sehen dadurch vor allem das Tierwohl gefährdet: „Nicht artgerechtes Futter macht Enten und Schwäne krank. Außerdem zieht es auch Ratten an“, sagt Wernecke-Möller.

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