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Die meisten stylishen Artikel werden Fernost für einen Hungerlohn im Akkord hergestellt. Obwohl das allgemein bekannt ist, ändert es das Kaufverhalten der meisten nicht. Dabei gibt es gute Gründe, auf faire Mode zu achten.

Fashion-Blogs mit allzeit neuen Klamotten sind auf Instagram & Co Alltag. Dass die meisten stylishen Artikel aus Fernost für einen Hungerlohn im Akkord hergestellt werden, haben zwar einige schon einmal gehört. Das Kaufverhalten der meisten ändert das jedoch nicht. Kleidungshoppen macht scheinbar mehr Spaß, ohne auf Siegel und Herstellungsweise zu achten. Doch es gibt gute Gründe, bei diesem Thema etwas sensibilisierter zu sein.

Definition fairer Kleidung

Mode ist dann fair, wenn die Menschen, die sie herstellen, von ihrer Arbeit leben können und unter fairen und nicht gesundheitsgefährdenden Bedingungen arbeiten können. Außerdem ist wichtig, dass keine Chemikalien oder toxischen Schwermetalle verwendet werden. Das kommt nicht nur den Arbeitern und Arbeiterinnen bei der Herstellung zugute, sondern auch der Haut der späteren Käufer. Die fairen Arbeitsbedingungen sollten in einer globalen Welt gerechterweise auch für alle Konsumenten wichtig sein.

Faire Mode kaufen oft nicht ganz einfach

Den angesagten Modetrends zu folgen und mit dem neuesten Puma X Master oder den trendigen Track-Pants auf dem Schulhof zu glänzen, ist für viele Jugendliche wichtig. Wenn diese Marken sich dann noch für eine Herstellung ohne Kinderarbeit oder Ähnliches einsetzen, passt das. Auch machen sich Jugendliche sehr wohl Gedanken über die Zukunft und soziale Gerechtigkeit. Das aber im Alltag zu leben und nur noch Fair-Trade-Schokolade oder hauptsächlich fair hergestellte Kleidung zu kaufen, ist oft nicht möglich. Fair gehandelte Lebensmittel findet man ja noch einigermaßen einfach im Supermarkt nebenan. Entsprechende Schuhe oder Kleidung, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurden, muss man tatsächlich noch verstärkt suchen.

Faire Kleidung ist einfach zu teuer

Dieses Argument ist das meistgenannte, fragt man Jugendliche, warum sie eher keine faire Kleidung kaufen. Viele lesen natürlich auch politische Artikel dazu in Tageszeitungen und nehmen sich vor, später, wenn sie Geld verdienen, nur noch faire Mode zu kaufen. Aber aktuell könnten sie sich das nicht leisten. Und teurere und dafür weniger Klamotten zu shoppen, das käme für sie nicht in Frage. Die höhere Qualität hält zwar meist länger als das billige Produkt. Da Jugendliche aber lieber häufiger neue Kleidung möchten, ist das keine Alternative.

Siegel für faire Kleidung

Damit man wirklich sicher ist, ein komplett fair hergestelltes Kleidungsstück zu erwerben, gibt es inzwischen einige Siegel, die dem Verbraucher im Dschungel der Modewelt helfen, die guten von den schlechten Shirts zu unterscheiden, wenn man es auch will:

Sehr bekannt ist das Siegel „Fairtrade Certified Cotton“. Lokal vor Ort werden Betriebe unterstützt und damit gleich am Anfang der Produktionskette auf faire Produktionsbedingungen geachtet.

Beim Siegel „IVN Best“ des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft wird auf die Einhaltung bestimmter Normen und die Zahlung von Mindestlöhnen geachtet.

Einen weltweiten Standard für die Textilverarbeitung mit umwelttechnischen, aber auch sozialen Kriterien ist beim Siegel der Global Organic Textile Standard (GOTS) der entscheidende Aspekt.

Fazit

Es gibt gute Gründe, auf faire Mode zu achten. Nicht nur ethisch korrekte Arbeitsbedingungen bei den Herstellungsprozessen, sondern auch die Einhaltung umwelttechnischer Aspekte sollten für ein faires und umweltverträgliches Miteinander in dieser Welt zählen.

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