Die 25. Esslinger LesART will gefeiert werden. Foto: Robin Rudel - Robin Rudel

Wenn ein Literaturfestival zum 25. Mal über die Bühne geht, ist das allemal ein Grund zum Feiern. Am 8. und 9. November feiern die LesARTisten im Alten Rathaus mit einem facettenreichen Programm, das unterschiedlichste Aspekte der Literatur beleuchtet.

EsslingenSo wie sie in jedem Jahr die LesART mit einem musikalisch-literarischen Fest im Jazzkeller ausklingen lassen, so lassen es sich die Programm-Macherinnen Gudrun Fuchs, Renate Luxemburger und Bettina Langenheim nicht nehmen, die 25. Literaturtage mit einigen besonderen Veranstaltungen zu feiern: Am Freitag, 8. November, steht das Alte Rathaus ganz im Zeichen des LesART-Jubiläums, tags darauf ist als besonderes Geburtstagspräsent der Kinderbuch-Autor Paul Maar im Bürgersaal zu Gast.

An Kinder, Jugendliche und Erwachsene wendet sich das zweitägige Geburtstagsprogramm, das für die Freunde von Literatur und Musik, von Prosa und Lyrik, von regionalen Newcomern und preisgekrönten Bestsellern, von Klassik ebenso wie von Zeitgenössischem einiges zu bieten hat: Eine Schwalbe, die den Winter sehen wollte. Eine Königin, die ihre Brille auf dem Klo vergisst. Ein Designer, der sich für die Handschrift stark macht. Poeten, die mit- und gegeneinander dichten. Ein Klassiker in neuem Klang. Zwei streitbare Diskutanten. Mit einer Ausstellung von Plakaten, Flyern und Fotos von 25 Festivals, mit Workshops, Theater, Lesung, Musik, Diskussion, Mitmach-Aktionen und Rätselspiel steht sowohl Unterhaltsames als auch Informatives und Kritisches an beiden Tagen auf dem Programm.

Kinder sind zu Schreib- und Druckwerkstätten eingeladen, dürfen sich von den Lesepaten vorlesen lassen, können das Kamishibai-Erzähltheater erleben und mit den Handpuppen des Lothar-Lempp-Theaters „Mama Muh“ begleiten, die neugierigste Kuh der Welt, die doch tatsächlich auf einen Kletterbaum hinaufkraxeln will. Eltern können sich über Literatur-Apps für Kinder informieren, LesART-Fans dürfen mit dem Neonow-Siebdruck-Atelier eine Tasche mit einem Motiv der Literaturtage bedrucken, ein literarisches Rätselspiel lockt mit Knobel- und Tüftelaufgaben, und Jochen Weebers „Autormat“ liest gegen Kleingeld Gedichte vor.

Regional wird’s mit Rosens Lyrik-Duetten, wenn am Freitag von 17 bis 19 Uhr drei Dichter-Paarungen in lyrischen Sparringsrunden aufeinandertreffen: Ulrich Stolte und Silke Laufs, Dirk Werner und Bettina Rechsteine, Klaus Schmidt und Linda Wortmann machen sich im poetischen Dialog ihren Reim aufs Leben. Ab 19 Uhr geht es beim „Zeitgespräch“ um Literatur in Zeiten von Internet, Fake News und Künstlicher Intelligenz, wenn Ernst-Wilhelm Händler und Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss debattieren. Danach verspricht Jens Thomas ein Schmankerl mit „Goethe! Gesang der Geister“. Ab 21 Uhr wählt er mit Jazz, Rock, Pop, Rap und mit Hilfe von Stimme und Klavier, das er auch hämmernd und trommelnd als Schlagzeug nützt, einen ungewöhnlichen Zugang zur Lyrik des Dichterfürsten.

Am Samstag, 9. November, um 10.30 Uhr gastiert für Kinder ab sechs Jahren „Das schiefe Märchen-Trio“ im Bürgersaal. Der Kinderbuchautor Paul Maar erzählt fantastisch-schräge Geschichten, die die Musiker Wolfgang Stute (Gitarre, Perkussion) und Konrad Haas (Keyboard, Flöte, Saxofon) vertonen. An den hintergründig witzigen und skurrilen Geschichten haben auch Erwachsene ihre Freude.

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