Auf der Plattform EZverbindet gibt es Helferlisten in der aktuellen Corona-Zeit. Foto: Grafik EZ

Die EZ hat, aufgrund des Coronavirus, ein Portal für Hilfsbedürftige und Helfende geschaffen

Kreis Esslingen - Soziale Kontakte vermeiden und nur noch in dringenden Fällen das Haus verlassen, lautet der Rat von Ärzten und der Bundesregierung. Mit der Aktion #EZverbindet hat die Eßlinger Zeitung aufgrund der aktuellen Situation ein Portal für Hilfsbedürftige und Helfende geschaffen. Wer zu der Risikogruppe gehört und zum Beispiel nicht mehr selbstständig einkaufen gehen kann, der kann sich auf dem Portal www.ez-verbindet.de Hilfe suchen. In einer Helferliste können sich wiederum Menschen eintragen, die nicht zur Risikogruppe gehören und ihre Hilfe anbieten möchten.

Gerd Schneider, Chefredakteur der Eßlinger Zeitung, sagt: „Das Beste, was wir in Zeiten der Corona-Krise tun können, ist zusammenzurücken. Wir müssen das gemeinsam durchstehen – und vor allem an die denken, die am meisten unter der Epidemie leiden. Unsere Plattform #EZverbindet soll ein kleiner Beitrag dazu sein. In unserer Region gibt es viele, die anderen helfen wollen, und viele, die Hilfe brauchen. Unser Portal bringt hoffentlich ganz viele dieser Menschen zusammen.“

Fahrdienste oder PC-Hilfe

Nicht nur beim Einkauf von Lebensmitteln ist jetzt die Bereitschaft von freiwilligen Helfern gefragt. Da seit Dienstag alle Schulen, Kindergärten sowie Kitas geschlossen haben benötigen viele berufstätige Eltern Unterstützung in der Kinderbetreuung. Auf dem Portal #EZverbindet können Freiwillige deshalb wählen, welche Hilfe sie genau anbieten und in welchem Lebensbereich im Alltag sie anderen Menschen unter die Arme greifen können. Kinderbetreuung zählt zu einem der insgesamt fünf Punkte auf der Liste. Wer weitere Ideen hat mit denen Hilfsbedürftigen in Corona-Zeiten geholfen werden kann, hat die Möglichkeit seinen Vorschlag in ein weiteres Feld einzutragen.

Zur Risikogruppe der Erkrankung Covid-19 zählen laut Robert-Koch-Institut Menschen mit Vorerkrankungen aber auch ältere Menschen. Senioren sind häufig auf Arzt- oder Apothekenbesuche angewiesen und nehmen dafür in den meisten Fällen den Bus. Einige Senioren steigen auch gar nicht mehr in das Auto. Ein Fahrdienst wäre für diese Menschen eine große Hilfe und könnte die Gefahr einer Ansteckung mit dem Sars-Cov-2 mindern.

Aufruf zum Schützen

Mit der Vermeidung von sozialen Kontakten und großen Menschenmengen aufgrund des Virus sind digitale Geräte in den Vordergrund gerückt. Ein Laptop, Computer oder ein Smartphone können die Kommunikation im Alltag unter diesen bestimmten Umständen erleichtern. Deshalb ruft das Portal Freiwillige dazu auf, Hilfe beim Umgang mit digitalen Geräten zu geben. Hilfesuchende und Helfende können dafür bei der Anmeldung den Punkt PC-Hilfe markieren. Ein Hund braucht seinen täglichen Spaziergang in der Natur – auch in Corona-Zeiten. Wer einen Hund hat, zur Risikogruppe gehört und deshalb nicht täglich vor die Haustüre gehen kann, derjenige kann unterstützt werden.

Aber auch bei der Hilfsaktion ruft die Eßlinger Zeitung dazu auf, egal ob Helfer oder Hilfsbedürftiger: „Geben Sie auf sich Acht und begeben Sie sich nicht in Situationen, die Sie oder Ihre Mitmenschen in Gefahr bringen könnten. Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen vor einer Infektion mit dem Corona Virus durch entsprechendes Verhalten.“

Wer Hilfe benötigt oder sich als freiwilliger Helfer melden möchte, kann sich auf dieser Website anmelden: https://ez-verbindet.de/

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