Bei der 59. Ausgabe der EZ-Weihnachtsspendenaktion sind 160.000 Euro gespendet worden. Die Mittel fließen vor allem an Menschen in Not, darunter viele Alleinerziehende.
Weltpolitische Instabilität, gestiegene Preise, Verlust vom oder Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz – die vergangenen Monate waren für viele Menschen auch im Kreis Esslingen mit Unsicherheiten verbunden. Dennoch beweisen sie Solidarität mit anderen. Die EZ-Weihnachtsspendenaktion hat in diesem Winter wieder zahlreiche Einzelpersonen und Familien – darunter viele Alleinerziehende mit ihren Kindern – unterstützen können.
Rund 160.000 Euro sind bei der 59. Ausgabe der Hilfskampagne zusammengekommen, hinter der der Verein Gemeinsam helfen steht. „Diese Hilfsbereitschaft macht Hoffnung in Zeiten, in denen angesichts der allgemeinen Nachrichtenlage Zuversicht oft schwer fällt“, sagt Johannes M. Fischer, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Gemeinsam helfen und Chefredakteur der Eßlinger Zeitung.
Die Spenden der EZ-Aktion bleiben im Kreis Esslingen
Die Spenden blieben im Kreis Esslingen und kämen dort an, wo sie dringend gebraucht werden, versichert Fischer. Unter anderem in der Jugendarbeit: Die Jugendfarm wird finanziell bei der Dachsanierung unterstützt. Die „Helfer vor Ort“ des DRK Baltmannsweiler, die oft lebenswichtige erste Hilfe in medizinischen Notfällen leisten, haben einen Zuschuss zur Anschaffung eines neuen Fahrzeugs bekommen. Weitere Spenden haben das Weihnachtsessen des Vereins Heimstatt ermöglicht, der von Obdachlosigkeit bedrohte Menschen unterstützt. „Ihre Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt und Funktionieren unserer Gesellschaft“, bedankt sich der EZ-Chefredakteur bei den Organisationen.
Einen Schwerpunkt der EZ-Aktion bildete aber auch in diesem Winter wieder die direkte finanzielle Hilfe für Einzelpersonen und Familien in Not. „Dank der Vermittlung von Ämtern, kirchlichen und sozialen Organisationen ist es auch diesmal wieder gelungen, Menschen in finanzieller Not in der Weihnachtszeit unter die Arme zu greifen“, sagt Fischer.
Alleinerziehende: Für größere Anschaffungen bleibt kein Geld
So hat etwa das Kreissozialamt vor allem für Alleinerziehende Hilfsanträge gestellt. Aus den Schreiben geht hervor, dass einige der Frauen aufgrund ihres jungen Nachwuchses noch nicht arbeiten können und mit staatlichen Sozialleistungen kaum über die Runden kommen, auch wenn sie gut haushalten. Andere arbeiten Vollzeit, können aber dennoch nur gerade so ihren Lebensunterhalt bestreiten. Für Winterkleidung, Babyausstattung, Haushaltsgeräte oder das Mittagessen der Kinder in der Schulkantine haben die Frauen kein Geld.
„Wir möchten Verantwortung übernehmen und dort unterstützen, wo Hilfe gebraucht wird.“
Falk Pruscha, Mercedes-Benz
Doch die Spenderinnen und Spender für die EZ-Weihnachtsspendenaktion haben ihnen geholfen. Darunter zahlreiche Privatpersonen, aber auch Vereine, Organisationen und Unternehmen mit kleineren und größeren Beträgen. Treue Unterstützerin ist etwa die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, die die Online-Plattform „Wir Wunder“ zur Verfügung stellt und zur Spendenverdopplungsaktion aufgerufen hat. Auch bei Benefizaktionen wie dem Marmeladen- und Plätzchenverkauf der Landfrauen, der Gala „Wir bewegen was“, dem EZ-Adventssingen, dem Chor-Advent und dem Neujahrskonzert in der Klosterkirche Denkendorf wurden Spenden gesammelt. Und mittlerweile zum elften Mal haben die Blechbläser Thomas Matrohs, Norbert Müller, Michaela Mayer und Andreas Horwath am vierten Advent den tiefen Temperaturen getrotzt und in der Esslinger Innenstadt weihnachtliche Klassiker für den guten Zweck gespielt.
Eine Tradition ist es, dass Mercedes-Benz im Januar eine großzügige Spende zugunsten der EZ-Weihnachtsspendenaktion überreicht. Falk Pruscha von der Gewerkeverantwortung Produktion elektrischer Antriebsstrang und Werkleitung im Mercedes-Benz Untertürkheim hat den Scheck an Silke Rayer vom Verein Gemeinsam helfen und Herbert Dachs, Geschäftsführer des Verlages der EZ, überreicht. „Es freut mich sehr, den Scheck bereits zum zweiten Mal in meiner Rolle als Werkleiter Mercedes-Benz Untertürkheim überreichen zu dürfen“, sagte Pruscha. „Soziales Engagement in unserer Region liegt uns als Unternehmen sehr am Herzen. Wir möchten Verantwortung übernehmen und dort unterstützen, wo Hilfe gebraucht wird. Mein aufrichtiger Dank gilt allen Beteiligten, die diese Aktion mit ihrem Einsatz und ihrer Begeisterung möglich gemacht haben.“