Florence Krug organisiert nicht nur das Catering, sie packt auch mit an. Foto: /Herbert Rudel

Mehr als 100 Helferinnen und Helfer des TSV Denkendorf sind pro Tag im Einsatz, um für einen reibungslosen Ablauf des EZ-Handballpokal zu sorgen.

Spieler und Trainer, Schiedsrichter und Zuschauer: Es gibt viele Komponenten, die für einen erfolgreichen Verlauf des EZ-Handballpokals notwendig sind. Damit sich alle wohlfühlen, auf dem Hallenparkett und auf den Tribünen, ist der ausrichtende Verein allerdings ein mindestens ebenso wichtiger Faktor, der zum Gelingen beitragen – und bei dem deshalb ein Rädchen ins andere greifen muss.

In diesem Jahr war dafür der TSV Denkendorf verantwortlich, was bei dem Hin und Her im Vorfeld der 28. Auflage des Traditionsturniers – welche Teams spielen tatsächlich, müssen kurzfristig doch noch absagen und wer kann vielleicht ebenso kurzfristig einspringen – nicht ganz so einfach war. Als Cheforganisatorin fungierte Anna Janu, bei der die Fäden zusammenliefen und deren Nerven angesichts der außerplanmäßigen Änderungen im Vorfeld manchmal auf die Probe gestellt wurden, die aber alles routiniert auf die Reihe bekam und ihrem Organisationsteam ein dickes Lob aussprach.

Um einen Bereich muss sich Anna Janu nicht kümmern

Mehr als ehrenamtliche 100 Helferinnen und Helfer mussten für jeden Tag gefunden werden: „Das hat alles in allem gut funktioniert. Die üblichen Verdächtigen haben sich sofort gemeldet. Und nach einigem Nachfragen im Verein waren alle Posten besetzt.“ Froh war sie überdies, dass sich die ganze Schar sehr flexibel gezeigt hat, als die Arbeitsdienste hin und her geschoben werden mussten. Um einen Bereich brauchte sich Anna Janu indes keine Sorgen zu machen. „Alles was mit Versorgung und Küche zu tun hatte, haben mein Mann Dominik und Florence Krug in Eigenregie gemanagt“, sagte sie und war froh darüber, diesen Job nicht auch noch an der Backe zu haben.

Die Hauptlast in Sachen Catering lag zumindest während des Turniers – da Dominik Janu ja auch als Denkendorfer Spieler auf dem Feld gefordert war – wiederum auf den Schultern von Florence Krug. Hektik strahlte sie deshalb allerdings nicht aus, verrichtete ihre zahlreichen Aufgaben äußerst gelassen. Für die 38-Jährige, die im ersten Frauenteam des TSV spielt und von allen im Club nur Flo genannt wird, ist es nach eigenem Bekunden, „kein Stress, mich um so etwas zu kümmern und viele Menschen zu bedienen“. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Unkomplizierter Austausch unter Handballern

Erstens arbeitet Krug seit fast vier Jahren hauptberuflich für die Event Firma Tab Different in Ruit, hat also Erfahrung damit, Veranstaltungen und ähnliche Projekte zu organisieren. Zweitens war sie schon häufig in EZ-Pokal-Turniere involviert: Als frühere Spielerin der JSG sowie der HSG Deizisau/Denkendorf, ganz gleich welcher Verein die Ausrichtung übernommen hatte. Und drittens bewirtschafteten ihre Eltern jahrelang das TSG-Waldheim auf dem Esslinger Zollberg. Gastronomieerfahrung wurde ihr damit gewissermaßen in die Wiege gelegt. „Da war ich als Kind immer irgendwie eingespannt, also sammelst du über die Jahre reichlich Erfahrung, wenn du 250 Leute im Saal und zusätzlich die Gäste draußen auf der großen Gartenterrasse bewirten musst“, erklärte sie mit einem Lächeln.

Außerdem sei der EZ-Pokal „von der Durchführung her ja eine Art Selbstläufer“, fügte sie hinzu. Man habe im Vorfeld mit der SG Hegensberg/Liebersbronn Kontakt aufgenommen, die ja 2023 für die Premiere im Sportpark Weil zuständig gewesen ist. „Da tauscht du dich unter Handballern ganz unkompliziert aus, sodass nicht jeder wieder von vorn anfangen muss“, betonte Krug, die es andererseits bedauerte, „dass wir nicht bei uns in Denkendorf gespielt haben“. Dort seien nicht nur alle Abläufe klar, auch die Infrastruktur stimme. „Zumindest haben wir in der Küche eine Spülmaschine“, ergänzte sie mit einem Augenzwinkern.

Eltern das Handball-Nachwuchses helfen mit

Froh war die zweifache Mutter darüber, dass neben den Akteuren aus dem Verein auch zahlreiche Eltern der Jugendspielerinnen und -spieler bei der Essens- und Getränkeausgabe, beim Vorbereiten und Aufräumen, an der Sektbar sowie an der Kaffee- und Kuchentheke mitgeholfen haben. Den richtigen Draht zur Elternschaft hat sie als Trainerin der F-Jugend und als Verantwortliche für den Mini-Bereich ohnehin. Und erfolgreich ist der Aufbau der Handballjugend-Arbeit in Denkendorf offensichtlich auch. „Bei unseren Jüngsten haben wir in zwei Jahren von 20 auf 70 Kinder zugelegt und von der A-Jugend einmal abgesehen sind alle Jugenden besetzt“, erklärte sie erfreut.

Flo Krug kann also nicht nur Gastronomie. Sie versteht sich ebenso darauf, im Nachwuchsbereich zu organisieren.