Organisatorin Sigrid Bayer sorgt dafür, dass in der Sporthalle alles läuft.
Planung ist das A und O – im sonstigen Leben genauso wie beim Handball. Beim EZ-Pokal weiß das niemand besser als Sigrid Bayer. Seit 16 Jahren sorgt sie beim diesjährigen Ausrichter TV Reichenbach im Hintergrund als Hallenmanagerin dafür, dass bei den Heimspielen alles reibungslos abläuft. Während auf dem Spielfeld Tempo, Teamgeist und Torgefahr zählen, hält sie im organisatorischen Zentrum die Fäden in der Hand.
„Das Hallenmanagement beginnt immer im Sommer damit, die Dienste bei den Partien der Männer sowie die der Jugenden ausgewogen einzuteilen, seien es Thekendienste oder wer die Tribüne auf- und abbaut. Das ist immer meine kleine Doktorarbeit und ich bin schon froh, wenn da dann ein Haken dran ist“, erzählt Sigrid Bayer und ergänzt: „Es gehört auch der Einkauf dazu, also die Essens- und Getränkebestellung. Da werde ich von einem FSJler unterstützt, sodass vor dem jeweiligen Heimspiel das meiste erledigt ist.“
Handball selbst im Verein hat die 62-jährige Bayer nie gespielt, sie ist durch ihre Kinder in diese Tätigkeit reingeschlittert. „Es ist schon so, dass es mir wichtig war, etwas zurückzugeben. Meine beiden Söhne haben von Kindesbeinen an Handball in Reichenbach gespielt, haben super Trainer gehabt und sind immer gut unterstützt worden“, erklärt Bayer, wie sie zur Hallenmanagerin geworden ist, und fügt hinzu: „Im Moment mache ich das noch sehr gerne, aber klar ist man dennoch dauerhaft auf der Suche nach Leuten, die aushelfen können.“
Sehr vielseitig engagiert
Dabei kann Bayer auf einige Personen, „vor allem auf viele Freundinnen“, zurückgreifen, die auch beim EZ-Pokal in der Sporthalle Weil mit unter die Arme greifen werden. „Da bin ich schon sehr froh darum, sie zu haben“, betont Bayer, die gleichzeitig aber auch sagt, „dass da schon viel Zeit drinsteckt“ und sie deswegen die Brühlhalle als ihren „nicht angemeldeten zweiten Wohnsitz“ betitelt. „Es gibt immer mal wieder Ärgernisse, aber es kommt auch einiges zurück. Es überwiegt das Positive“, erklärt Bayer. Vor allem der Umgang mit den Jugendlichen macht ihr Spaß. „Diese durfte ich mehrere Jahre begleiten und man hat zu ihnen dann schon einen gewissen Bezug. Sie schätzen es auch, dass ich das schon so lange mache“, erzählt sie.
Die 62-Jährige ist aber nicht nur als Hallenmanagerin tätig: Sie arbeitet auch als Fachangestellte in der Gemeinschaftsarztpraxis ihres Mannes Ulrich, ist stellvertretende Vorsitzende des Turnvereins Reichenbach, als Gemeinderätin für die SPD-Fraktion aktiv und wirkt bei der Flüchtlingshilfe mit. „Es ist schon ein straffes Programm. Ich denke, dass ich gut organisiert bin, denn anders würde es auch nicht gehen“, erklärt Bayer und ergänzt, warum ihr diese Vielseitigkeit und das „Netzwerken“ wichtig sind: „Mir gefällt es, verschiedene Tätigkeiten auszuüben und einen Überblick über den Ort zu haben. Ich freue mich einfach immer, unterschiedliche Personen in verschiedenen Bereichen kennenzulernen.“
Der Sport spielt aber nicht nur aufgrund des Handballs sowie zur Zeit des EZ-Pokals eine Rolle in ihrem Leben. Sie war als Gemeinderätin im Reichenbacher Bauausschuss mit dabei und dafür, dass die im Juli eingeweihte Sporthalle am Lützelbach gebaut wird. „Ich habe meine Gedanken zum Projekt beigetragen. Im Nachhinein hätte man vielleicht ein, zwei Dinge anders machen können, aber die Halle ist sehr schön geworden“, sagt sie zufrieden.
Nun liegt Bayers Fokus aber erst einmal auf der Organisation des Drumherums beim EZ-Pokal. „Wir sind gut aufgestellt, bemühen uns alle, dass alles geregelt ist und freuen uns auf die Veranstaltung“, betont Bayer, die bei der Planung erfahrungsbedingt sowieso keine Probleme hatte.