Louis Reichert sagt „Tschüss“. Foto: /Gauch-Dörre

Über die Herrin der Kasse, einen jungen Mann auf dem Sprung und Erkennungsprobleme.

Bayern, VfB, Baltmannsweiler

Die Herrin an der EZ-Pokal-Kasse war am Freitag Tina Ruf. Jeder Trainer, Kicker oder Fan wurde von ihr freundlich begrüßt – und verrechnet hat sie sich nie. Prädestiniert ist Tina Ruf für den Job auch, weil sie mal Bankkauffrau gelernt hat. Und jetzt wird’s interessant: Bei der Ausbildung damals im Jahr 1999 hat sie ihren heutigen Mann Christian kennengelernt. Und jetzt wird’s fast noch interessanter: Tina Ruf ist im Hauptberuf beim FC Bayern München für den Personalentwicklungsbereich zuständig, Ehemann Christian arbeitet als Direktor Digital & Innovation beim, genau, VfB Stuttgart. „In der Familie bereitet das aber keine Probleme“, sagt Tina Ruf und lacht. Und tief im Herzen ist sie ja auch eine „Baltmannweilerin durch und durch“.

Es gibt noch Tickets

Rund 1800 Zuschauerinnen und Zuschauer haben die EZ-Pokal-Vorrunde live vor Ort verfolgt, also etwa 600 pro Tag. Wer sich einen Besuch der finalen K.-o.-Begegnungen für Samstag vorgenommen hat: kein Problem. Das Sportzentrum in Baltmannsweiler bietet jede Menge Platz, verkraftet also (fast) jeden Ansturm.

Ab nach Maryland

Ist es, weil er so ein netter Kamerad ist? Oder weil er so ein guter Torhüter ist? Der Abschiedsschmerz bei den Fußballern der SG Schurwald ist jedenfalls so groß, dass sie Louis Reichert vor seinem kurz bevorstehenden Abschied in die USA ein Plakat gebastelt hatten und ihm vor dem Kunstrasen-Auftaktspiel am Freitag gegen den TSV Deizisau überreichten. Der 19-Jährige, der auch schon oft im Kreisliga-A-Tor des ASV Aichwald stand, hat ein Sport-Stipendium für das Harford Community College in Maryland bekommen. „Ich freue mich riesig drauf, ich habe richtig Bock“, sagte Reichert, der sich mit einem Video über eine Agentur für das Stipendium beworben hatte. Ein bisschen aufgeregt ist er natürlich auch. „Drüben“ wird er Ingenieurwesen studieren. Und im Tor stehen – vermutlich bald auch ganz zur Freude seiner neuen Kameraden im College-Team.

Zebra-Look und feines Gold

Dass Fußballtrikots neben ihrer Zweckmäßigkeit auch ästethischen Ansprüchen genügen müssen, steht außer Frage. Und dass sich über Geschmack streiten lässt, ebenfalls. Mit den im zebra-look-gestreiften Leibchen der TSG Esslingen ist das aber so eine Sache. Der Dress als solcher sorgt zwar nicht für größere Probleme, wohl aber die in feinem Gold gehaltenen Rückennummern. Aus acht bis zehn Metern lassen sich diese noch recht gut erkennen, aus 50 bis 60 eher nicht. In den Gesichtern der Beobachter sorgt das oft für Fragezeichen. Wer hat da gerade in letzter Not geklärt? Wer war das jetzt, der diesen Zuckerpass gespielt hat? Und wer hat letztlich die Kiste gemacht? Wie gesagt: Nichts gegen Ästhetik, aber zweckmäßig sollte es halt sein.

Bitte schön leserlich!

Ein anderes Phänomen, das ebenfalls mit Besser-Erkennen zu tun hat, sind die Turnier-Formulare, auf denen die teilnehmenden Teams ihre Spieler benennen müssen. Dass diese vor Ort handschriftlich ausgefüllt werden, ist nachvollziehbar, da ja nicht immer schon vorher klar ist, wer denn nun an welchem Tag kicken kann oder eben nicht. In schön leserlicher Form wäre allerdings schön, würde aufseiten der Turnierleitung zu weniger Rätselraten, ja manchmal gar Verzweiflung führen – und Michael Lenz, der Stimme des EZ-Fußballpokals, die Arbeit am Mikrofon deutlich erleichtern. Also: Bitte vormerken fürs nächste Mal!