Vom 30. Juli bis 2. August steigt der EZ-Fußballpokal in Reichenbach. Wie immer ist auch außerhalb der Spielfeldbegrenzung einiges los.
Glück gehabt
Am Mittwochabend blieb es nach zuvor viel Nass von oben trocken, am Donnerstagabend auch – und am Freitagabend gab zum Start des Turniertags nur noch ein leichtes Tröpfeln. Als die beiden 18-Uhr-Spiele angepfiffen wurden, schien sogar die Sonne. Bei dem aber, was am Nachmittag in Reichenbach runtergekommen war, befürchtete mancher beim VfBR, dass ihn im Hermann-Traub-Stadion Bilder erwarten würden wie am 11. Juni 2018. Damals war der gesamte Rasenplatz nach einem heftigen Gewitter komplett überflutet und es tummelten sich sogar Reiher darauf, um sich an den aus der Fils dorthin geschwemmten Fischen satt zu essen. Doch diesmal war alles gut. „Greenkeeper“ Ioannis Fotarellis frischte lediglich die Spielfeldmarkierung auf. Glück gehabt. Nur für die Reiher galt das nicht.
Exklusiver Zuschauerplatz
„Des isch echt a scheene Anlag.“ Dieses Lob für das Hermann-Traub-Stadion zu Reichenbach hört man an den EZ-Pokal-Tagen immer wieder. Was auch gefällt: Man hat von allen möglichen Winkeln einen guten, teilweise erhöhten Blick auf das Geschehen auf dem Rasen. Nur auf dem (Natur-) Rasen? Nein. Den wohl exklusivsten Platz auf dem gesamten Gelände bietet das Bänkle oberhalb des Kunstrasens. Das, so wissen die Älteren Reichenbacher zu berichten, gab es schon, als es noch keinen zweiten Sportplatz, sondern an der Stelle nur eine Wiese gab, und diente zur Rast auf dem Weg vom Flecken ins Freibad oder anders herum. Den Weg gibt es immer noch – wenn gekickt wird, ist die Bank aber stets belegt. Das ist beim EZ-Pokal natürlich nicht anders.
Optimaler Überblick
Beim EZ-Fußballpokal den Überblick zu behalten, ist indes nicht immer einfach. Zumeist wird auf zwei Plätzen, die wiederum nicht direkt nebeneinander liegen, gleichzeitig gespielt. Das ist in Reichenbach nicht anders als anderswo, weshalb im Vorfeld jeweils ein gewisses Improvisationstalent der Organisatoren sowie handwerkliches Geschick gefragt sind. Vor allem die Spielleitung, Turniersprecher Michael Lenz, Turnierleiter Martin Butschler und die Pressevertreter der EZ sollten ja möglichst ungehindert in alle Richtungen schauen können und mitbekommen, was hier wie dort läuft. Beim VfBR wurde kurzerhand die Doppelgarage zum Ausguck umfunktioniert. Doch weil Sicherheit vorgeht und weil eine Leiter, um aufs Dach zu kommen, keine wirklich gute Alternative gewesen wäre, wurden die Profis von Gerüstbau Föhl engagiert, um eine Treppe zu installieren und ein Geländer rund um die Dachfläche anzubringen. Alles prima! Zumindest fast. Denn ein Werbebanner versperrte dummerweise den Blick auf den Kunstrasenplatz. Nun wird Journalisten zwar gemeinhin nachgesagt, zwei linke Hände zu haben, was im Zweifelsfall auch stimmt. Ein Redakteur schaffte es aber dennoch, eine Lösung zu finden und diese sogar umzusetzen – ganz ohne die Sicherheit der Garagen-Besatzung zu gefährden übrigens.
Leckerer Kuchen vom Büffet
Mit heißen Roten, gegrilltem Fleisch und knusprigen Pommes konnte man sich den Magen beim EZ-Pokal bereits seit Mittwoch gut füllen. An diesem Samstag kommt den Tag über noch ein Büffet mit leckeren Kuchen dazu. Wer zeitig da ist, kann sich also ein kulinarisches Komplettprogramm gönnen.