Afghanische Flüchtlinge kommen mit einem Flugzeug aus Islamabad auf dem Luftwaffenstützpunkt Torrejón de Ardoz an. Foto: Alejandro Martínez Vélez/EUROPA PRESS/dpa

Vor einem Jahr haben die Taliban die Macht in Afghanistan übernommen. In Spanien sind nun weitere Geflüchtete angekommen, die zuvor für die spanische Regierung vor Ort gearbeitet haben.

Madrid - Rund ein Jahr nach dem Abzug der letzten US-Soldaten aus Afghanistan hat Spanien weitere knapp 300 schutzbedürftige Menschen aus dem nun von den Taliban regierten Konfliktland aufgenommen. Eine Maschine mit 294 Afghanen sei am späten Mittwochabend aus der pakistanischen Hauptstadt Islamabad kommend auf dem Luftwaffenstützpunkt Torrejón de Ardoz bei Madrid gelandet, teilte die spanische Regierung in der Nacht auf Donnerstag mit.

Es handelt sich demnach um ehemalige Mitarbeiter der spanischen Behörden und deren Angehörigen, die vor den Taliban ins Nachbarland Pakistan geflohen seien. Die Afghanen wurden von Außenminister José Manuel Albares empfangen. Die Flüchtlinge kommen nun zunächst ins Erstaufnahmezentrum in Torrejón de Ardoz. Damit erhöht sich die Zahl der Schutzsuchenden aus Afghanistan, die Spanien insgesamt evakuiert hat, den amtlichen Angaben zufolge auf etwa 3900.

Spanien hatte die Evakuierungen ehemaliger Mitarbeiter in Afghanistan am 27. August vorigen Jahres - einen Tag nach zwei blutigen Anschläge in Kabul - kurzfristig für beendet erklärt. Bei den Attentaten waren damals mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zahlreiche US-Soldaten.