Bundesaußenminister Heiko Maas gerät wegen der Ereignisse in Afghanistan unter immer stärkeren politischen Druck. Foto: AFP/Markus Schreiber

Alle westlichen Regierungen haben sich schlimm geirrt. Individuelle Fehler kommen beim Außenminister dazu, kommentiert Christopher Ziedler, Leiter unseres Hauptstadtbüros.

Berlin - Nur weil alle Verbündeten ihre afghanischen Partner überschätzten und die Taliban unterschätzten, ist die Bundesregierung nicht aus dem Schneider. Fälschlicherweise vermutete sie genug Zeit für Diplomatie und das Ausfliegen der Ortskräfte. Mehr und mehr zeigt sich, dass der Abzug auch technisch schlecht geplant und das Gerät der Afghanen ohne logistische Unterstützung westlicher Truppen nur bedingt abwehrbereit war. Am Kollektivversagen der Nato trägt Berlin Mitverantwortung.

Weiterlesen mit

Unsere Abo-Empfehlungen

Von hier, für die Region,
über die Welt.

  • Exklusive Artikel, Serien und Abovorteile genießen
  • Zugriff auf alle Inhalte der EZ im Web
*anschließend 10,99 € mtl.