Für sein Vorgehen gegen Demonstranten wird Lukaschenko sanktioniert. Foto: dpa/Uncredited

Mit Sanktionen gegen Lukaschenko hat die EU Probleme. Mit solchen gegen Russland noch viel mehr, kommentiert Christian Gottschalk.

Stuttgart - Am 9. August sind die Wahlen in Belarus zu Ende gegangen. Am 12. Oktober hat die Europäische Union beschlossen, den Wahlfälscher Lukaschenko mit Sanktionen zu belegen. Entschlossenes Handeln sieht anders aus. Die EU ist nicht nur gefangen in ihrer Struktur der Einstimmigkeit, sie ist vor allem weit entfernt von der so genannten Werteunion, die zu vertreten sie immer vorgibt. Einzelne Mitglieder wissen eigene Interessen höher zu gewichten, als die vermeintlichen Werte der Gemeinschaft. Lukaschenko hatte nahezu alle Zeit der Welt, etwaige Konten rechtzeitig zu leeren.

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