Der US-Konzern hat seine KI mit Material aus dem Netz gefüttert, das Futter aber womöglich illegal erworben. Dass nun geprüft wird, ist richtig, kommentiert Christian Gottschalk.
Früher, in der guten, alten Zeit – und die ist in diesem Fall noch nicht sehr viele Weihnachten her –, hat man bei Problemen einfach Dr. Google gefragt. Wie viel Schlaf brauchen Kinder? Welcher Winterreifen ist der beste? Was hilft gegen Sodbrennen? Google hat auf die Seiten verwiesen, die Hilfe versprechen. Deren Ersteller bekamen Klicks, eine wichtige Onlinewährung. Im besten Falle machten sie dabei noch Werbung für sich und weiterführende Informationen. Das war einmal. Heute antwortet oft die KI. Die ist aber nicht selber schlau, sondern mit Wissen gefüttert worden – und zwar mit all dem, was auf den Seiten steht, die in der guten, alten Zeit angeklickt wurden. Nur haben diejenigen, die ihr Hirnschmalz dafür verwendet haben, jetzt nichts mehr davon. Die EU-Kommission ermittelt, ob Google seine Künstliche Intelligenz illegal gefüttert hat, also quasi ohne das Futter zu bezahlen. Dass die Kommission das tut, ist gut und richtig.
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